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Isosorbidmononitrat (ISMN)

ISMN Genericon®Monoket retard
Kardiologie – weitere Substanzen
Nitrat
Indikation
Prophylaxe und Langzeitbehandlung der Angina pectoris (chronische KHK)
Dosierung
2×20mg/d (2. Dosis spätestens 8h nach der 1.) bis max. 80mg/d; einschleichen. Nitratfreies Intervall (≥12h) zur Vermeidung der Toleranz!
Nebenwirkungen
Sehr häufig (1) — ≥ 1/10
Kopfschmerzen
Häufig (6) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Benommenheit, Flush mit Hitzegefühl, Leichte Schwindelzustände, Orthostatische Hypotonie, Schwächegefühl, Tachykardie
Gelegentlich (6) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Allergische Hautreaktionen, Bradykarde Herzrhythmusstörungen, Erbrechen, Kollapszustände, Synkopen, Übelkeit
Sehr selten (1) — < 1/10.000
Exfoliative Dermatitis
Nicht bekannt (6) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Ischämie, Kreuztoleranz gegenüber anderen Nitratverbindungen, Methämoglobinämie, Toleranzentwicklung, Verstärkung der Angina pectoris-Symptomatik bei Blutdruckabfall, Vorübergehende Hypoxämie
Kontraindikationen
Schwere Hypotonie (<90 syst.), kardiogener Schock, HOCM, Aorten-/Mitralstenose, konstriktive Perikarditis/Tamponade, erhöhter Hirndruck, Engwinkelglaukom, gleichzeitig PDE-5-Hemmer (Sildenafil!)
Wechselwirkungen
PDE-5-Hemmer (Sildenafil/Tadalafil – lebensbedrohliche Hypotonie!); andere Antihypertensiva/Vasodilatatoren (additiv); Alkohol
Wirkungsmechanismus
Organisches Nitrat (NO-Donor); NO → Guanylatzyklase↑ → cGMP↑ → v.a. Venodilatation (Vorlast↓), Koronardilatation. Längere Wirkdauer als Glyceroltrinitrat (Dauertherapie)
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Daten/keine spezifische Anpassung nötig
Schwangerschaft & Stillzeit
Organisches Nitrat. Keine hinreichenden Humandaten, im Tierversuch keine schädlichen Auswirkungen — Anwendung in der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation. Stillzeit: Milchübergang unbekannt — vor der Einnahme abstillen.
Halbwertszeit
4–5 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 1 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.