Ipratropium/Salbutamol
Combivent®
Pneumologie – Bronchodilatatoren
SAMA, SABA
Indikation
COPD; Bronchospasmolyse wenn Monotherapie mit Bronchodilatator nicht ausreicht
Dosierung
Inhalationslösung (0,5 mg/2,5 mg pro 2,5 ml Ampulle): 1 Ampulle 3–4×/d via Vernebler; max. 4 Ampullen/d
Nebenwirkungen
Gelegentlich (16)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Anstieg des systolischen Blutdrucks, Dysphonie, Feiner Tremor der Skelettmuskulatur, Hautreaktionen, Husten, Irritationen im Rachenbereich, Juckreiz, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Nervosität, Palpitationen, Rash, Schwindelgefühl, Tachykardie, Urtikaria, Übelkeit
Selten (36)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Absinken des diastolischen Blutdrucks, Akkomodationsstörung, Anaphylaktische Reaktionen, Angioödem, Arrhythmien, Asthenie, Augenschmerzen, Bronchospasmus, Diarrhoe, Erbrechen, Erhöhter intraokularer Druck, Gastrointestinale Motilitätsstörungen, Glaukom, Harnretention, Hyperhidrose, Hyperämie der Bindehaut, Hypokaliämie, Korneales Ödem, Laryngospasmus, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Myalgien, Mydriasis, Myokardiale Ischämien, Obstipation, Paradoxer Bronchospasmus, Pharyngeale Ödeme, Psychische Veränderungen, Stomatitis, Supraventrikuläre Tachykardien, Trockenheit im Rachenbereich, Verschwommenes Sehen, Visuelle Halos, Vorhofflimmern, Ödeme im Mundbereich, Überempfindlichkeitsreaktionen
Nicht bekannt (1)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Laktatazidose
Kontraindikationen
Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie, Tachyarrhythmien, Engwinkelglaukom (Augenkontakt vermeiden), Überempfindlichkeit gegen Atropin
Wechselwirkungen
β-Blocker: antagonisieren Salbutamol. Andere Anticholinergika: additive Wirkung. Xanthine/Kortikosteroide/Diuretika: Hypokaliämierisiko↑. MAO-Hemmer/trizyklische AD: kardiovaskuläre Wirkung↑
Wirkungsmechanismus
Ipratropium: SAMA (M3-Antagonist) → Bronchodilatation, Sekretionshemmung. Salbutamol: SABA (kurzwirksamer β2-Agonist) → Bronchodilatation. Synergistischer Effekt über unterschiedliche Rezeptoren
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine spezifische Dosisanpassung; Vorsicht bei schwerer Niereninsuffizienz
Schwangerschaft & Stillzeit
Sicherheit nicht belegt, besonders im 1. Trimenon nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung; wegen der wehenhemmenden Wirkung von Salbutamol gilt dies auch kurz vor/während der Entbindung. Stillzeit: Milchübergang unklar — bei Kurzzeitanwendung abpumpen und verwerfen, bei Dauertherapie abstillen.
Halbwertszeit
Salbutamol: 4 h
Ipratropium: ca. 1,6 h (terminal)
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Zuletzt aktualisiert: 08.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.