Ipratropium/Fenoterol
Berodualin®Berodual®
Pneumologie – Bronchodilatatoren
SAMA, SABA
Indikation
COPD, Asthma bronchiale (akute Bronchospasmolyse); v.a. bei unzureichendem Ansprechen auf Monotherapie
Dosierung
Berodual Dosieraerosol: 1–2 Hübe 3–4×/d (max. 8 Hübe/d)
Berodualin Inhalationslösung: 1–2,5 ml (20–50 Tropfen) in Vernebler 3–4×/d
Nebenwirkungen
Häufig (1)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Husten
Gelegentlich (12)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Anstieg des systolischen Blutdrucks, Dysphonie, Erbrechen, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Nervosität, Palpitationen, Pharyngitis, Schwindelgefühl, Tachykardie, Tremor, Übelkeit
Selten (40)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Absenken des diastolischen Blutdrucks, Agitiertheit, Akkommodationsstörungen des Auges, Anaphylaktische Reaktionen, Angioödem, Arrhythmien, Atriale Fibrillation, Augenschmerzen, Bronchospasmus, Diarrhoe, Engwinkelglaukom, Erhöhter intraokularer Druck, Gastrointestinale Motilitätsstörungen, Glossitis, Harnretention, Hautausschlag, Hyperhidrose, Hyperämie der Bindehaut, Hypokaliämie, Irritationen im Rachenbereich, Korneales Ödem, Laryngospasmus, Mentale Störung, Mundödem, Muskelschwäche, Muskelspasmen, Myalgien, Mydriasis, Myokardiale Ischämien, Obstipation, Paradoxer Bronchospasmus, Pharyngeale Ödeme, Pruritus, Stomatitis, Supraventrikuläre Tachykardie, Trockenheit im Rachenbereich, Urtikaria, Verschwommenes Sehen, Visuelle Halos, Überempfindlichkeitsreaktionen
Nicht bekannt (1)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Hyperaktivität
Kontraindikationen
Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie, Tachyarrhythmien, Engwinkelglaukom (bei direktem Augenkontakt), Überempfindlichkeit gegen Atropin-Derivate
Wechselwirkungen
Andere Anticholinergika: additive Wirkung. β-Blocker: antagonisieren Fenoterol-Wirkung. MAO-Hemmer/trizyklische Antidepressiva: verstärken kardiovaskuläre Wirkung. Xanthine/Kortikosteroide/Diuretika: Hypokaliämierisiko↑
Wirkungsmechanismus
Ipratropium: muskarinischer M3-Antagonist → Bronchodilatation, Sekretion↓. Fenoterol: kurzwirksamer β2-Agonist (SABA) → glatte Bronchialmuskulatur relaxiert. Synergistischer Bronchodilatationseffekt
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine spezifische Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz erforderlich; Vorsicht bei schwerer NI
Schwangerschaft & Stillzeit
Erfahrung beim Menschen ohne Hinweise auf schädliche Effekte, dennoch übliche Vorsicht; die wehenhemmende Wirkung von Fenoterol beachten, am Ende der Schwangerschaft/in hohen Dosen beim Neugeborenen Tremor, Tachykardie, Blutzuckerschwankungen und Hypokaliämie möglich. Stillzeit: Fenoterol geht in die Milch über, für Ipratropium unwahrscheinlich — mit Vorsicht anwenden.
Halbwertszeit
Fenoterol: ca. 3 h (terminal, nach i.v.)
Ipratropium: ca. 1,6 h (terminal)
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.