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Hydroxyzin

Atarax®
Antihistaminika
H1 1. Gen
Indikation
Symptomatische Behandlung von Angst-, Spannungs- und Unruhezuständen; Juckreiz bei Urtikaria; Prämedikation vor Eingriffen.
Dosierung
Angstzustände: 50mg pro Tag in 3 Einzelgaben (12,5 - 12,5 - 25mg) Pruritus: Initialdosis 25mg mindestens 1 Stunde vor dem Schlafengehen, gefolgt von Dosen von bis zu 25mg 3-4-mal täglich Tagesmaximaldosis 100mg
Nebenwirkungen
Sehr häufig (1) — ≥ 1/10
Schläfrigkeit
Häufig (4) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Fatigue, Kopfschmerzen, Sedierung, Trockener Mund
Gelegentlich (7) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Fieber, Malaise, Nausea, Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit, Tremor, Verwirrtheit
Selten (18) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Akkommodationsstörungen, Anormaler Leberfunktionstest, Dermatitis, Desorientiertheit, Dyskinesie, Erbrechen, Erythematöser Hautausschlag, Halluzinationen, Harnverhaltung, Hypotonie, Makulopapulärer Hautausschlag, Obstipation, Pruritus, Tachykardie, Urtikaria, Verschwommensehen, Zerebrale Krampfanfälle, Überempfindlichkeit
Sehr selten (8) — < 1/10.000
Akute generalisierte exanthematöse Pustulose, Anaphylaktischer Schock, Angioneurotisches Ödem, Bronchospasmen, Erythema multiforme, Fixes Arzneimittelexanthem, Stevens-Johnson-Syndrom, Vermehrtes Schwitzen
Nicht bekannt (9) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Bullöse Erkrankungen, Gewichtszunahme, Hepatitis, Ohnmacht (Synkope), Pemphigoid, QT-Intervallverlängerung, Torsade de Pointes, Toxisch epidermale Nekrolyse, Ventrikuläre Arrhythmien
Kontraindikationen
Bekannte erworbene oder kongenitale QT-Verlängerung bzw. Risikofaktoren dafür (kardiovaskuläre Erkrankung, Elektrolytstörung, Bradykardie, QT-verlängernde Komedikation), Porphyrie; Anwendung bei Älteren nicht empfohlen.
Wechselwirkungen
Additive QT-Verlängerung mit anderen QT-verlängernden Substanzen - meiden. Verstärkte Sedierung mit Alkohol/ZNS-Dämpfern. Mit Adrenalin Adrenalinumkehr; MAO-Hemmer und Anticholinergika verstärken die Wirkung; in hohen Dosen CYP2D6-Hemmung.
Wirkungsmechanismus
Sedierendes H1-Antihistaminikum der 1. Generation (Piperazinderivat) mit anxiolytischer und anticholinerger Wirkung; aktiver Metabolit ist Cetirizin.
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Bei mäßiger bis schwerer Niereninsuffizienz Dosis reduzieren (verminderte Ausscheidung des Metaboliten Cetirizin).
Schwangerschaft & Stillzeit
In Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert; plazentagängig mit höheren fetalen als mütterlichen Spiegeln, nach Spätexposition neonatale Hypotonie, extrapyramidale/klonische Bewegungsstörungen, ZNS-Dämpfung, Harnverhalt. Stillzeit: der Metabolit Cetirizin geht in die Milch über, schwere NW bei gestillten Säuglingen berichtet — Stillen sofort unterbrechen.
Halbwertszeit
ca. 14 h (7–20 h)
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 2 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.