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Hydroxychloroquin

Hyplaxy
Rheumatologie & Gicht
DMARD
Indikation
Rheumatoide Arthritis; diskoider & systemischer Lupus erythematodes; Malaria-Prophylaxe und Therapie unkomplizierter Malaria
Dosierung
RA: Start 400mg/d, Erhaltung 200mg/d; SLE: 400–600mg/d, Erhaltung 200–400mg/d; max 6,5 mg/kg (ideales KG) – Retinopathie-Risiko!; Wirkeintritt Wochen bis Monate
Nebenwirkungen
Sehr häufig (2) — ≥ 1/10
Unterleibsschmerzen, Übelkeit
Häufig (8) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Affektlabilität, Anorexie, Durchfall, Erbrechen, Hautausschlag, Juckreiz, Kopfschmerzen, Unschärfe des Sehens aufgrund einer Akkommodationsstörung
Gelegentlich (14) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Abnorme Leberfunktionstests, Alopezie, Ausbleichen der Haare, Halos, Hornhautveränderungen einschließlich Ödemen und Trübungen, Nervosität, Photophobie, Pigmentierungsstörungen der Haut und der Schleimhäute, Retinopathie mit Pigmentveränderungen und Gesichtsfeldausfällen, Schwindel, Sensomotorische Störungen, Tinnitus, Verschwommenes Sehen, Vertigo
Nicht bekannt (53) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Abnorme Reizleitungsstörungen, Agitiertheit, Agranulozytose, Akute Hepatitis, Akute generalisierte exanthematische Pustulose, Angioödeme, Angstzustände, Anämie, Aplastische Anämie, Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Arzneimittelinduzierte Leberschäden (DILI), Bronchospasmen, Cholestatischer Leberschaden, Depression, Depression der Sehnenreflexe, Dyskinesie, Dystonie, Erythema multiforme, Exfoliative Dermatitis, Extrapyramidale Störungen, Fulminantes Leberversagen, Gemischter hepatozellulärer/cholestatischer Leberschaden, Halluzinationen, Hepatozellulärer Schaden, Hypoglykämie, Hörverlust, Kardiomyopathie, Knochenmarkdepression, Krämpfe, Leukopenie, Makuladegenerationen, Makulopathien, Manie, Myopathie, Neuromyopathie der Skelettmuskulatur, Phospholipidose, Photosensibilisierung, Psychose, QT-Intervall-Verlängerung, Schlafstörungen, Schwere Hautreaktionen (SCARs), Stevens-Johnson-Syndrom, Suizidverhalten, Sweet-Syndrom, Thrombozytopenie, Torsade de pointes, Toxische epidermale Nekrolyse, Tremor, Urtikaria, Ventrikuläre Tachykardie, Verschlimmerung einer Porphyrie, Verwirrung, Wahnvorstellungen
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit (4-Aminochinoline); Myasthenia gravis; vorbestehende Makulopathie; Retinitis pigmentosa; <35 kg (200mg-Tab.)
Wechselwirkungen
QT-verlängernde Mittel (additive QT!); Digoxin (Spiegel↑); Antidiabetika/Insulin (Hypoglykämie↑); Tamoxifen (Retinatoxizität↑ – meiden)
Wirkungsmechanismus
Hemmt lysosomale pH-Erhöhung → Antigenverarbeitung↓ → Autoimmunreaktion↓; hemmt TLR-Signalweg; antimalarisch durch Häm-Polymerisation-Hemmung
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Bei eingeschränkter Nieren-/Leberfunktion Vorsicht, ggf. Dosisanpassung; engere Augen-Kontrollen
Schwangerschaft & Stillzeit
Bei rheumatoider Arthritis/Lupus in der Schwangerschaft vermeiden, außer der Nutzen überwiegt — dann niedrigste wirksame Dosis (Kohortendaten: bei ≥400 mg/Tag im 1. Trimenon leicht erhöhtes Fehlbildungsrisiko, bei <400 mg nicht). Bei Malaria nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung. Stillzeit: geht in geringer Menge über (<2 % der Dosis) — bei Langzeit-Hochdosis abstillen, da Säuglinge auf 4-Aminochinoline empfindlich reagieren.
Halbwertszeit
30–50 Tage
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 3–4 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.