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Hydromorphon

HydagelanHydal retardHydal®
Analgesie – Starke Opioide
Opioid
Indikation
Starke Schmerzen, besonders bei Niereninsuffizienz (weniger aktive Metaboliten als Morphin)
Dosierung
Basismedikation: p.o.: 2/4/6/8mg ret 1-0-0-1; Start mit niedrigster Dosis und Steigerung nach Bedarf. Bedarfsmedikation: p.o.: 1,3/2,6mg bis 6 x tgl Bedarfsmedikation ≈ 1/6 der Tagesgesamtdosis Bei häufigem Verlangen der Bedarfsmedikation -> Erhöhung der Basismedikation
Nebenwirkungen
Häufig (14) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Angst, Appetit vermindert, Asthenie, Bauchschmerzen, Erbrechen, Hyperhidrose, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Obstipation, Pruritus, Schlaflosigkeit, Schwindel, Verwirrtheit, Übelkeit
Gelegentlich (25) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Agitiertheit, Albträume, Depression, Diarrhoe, Dyspepsie, Dyspnoe, Entzugserscheinungen, Erhöhung leberspezifischer Enzyme, Ermüdung, Euphorie, Geschmacksstörungen, Halluzinationen, Harnretention, Harnverhalt, Hypotonie, Miosis, Myoklonus, Parästhesien, Sehbehinderung, Tremor, Unwohlsein, erektile Dysfunktion, periphere Ödeme, verminderte Libido, verstärkter Harndrang
Selten (8) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Atemdepression, Bradykardie, Bronchospasmus, Erhöhung von Pankreasenzymen, Gallenkoliken, Palpitationen, Sedierung Lethargie, Tachykardie
Kontraindikationen
Atemdepression, paralytischer Ileus, akutes Abdomen, Koma, schwere COPD, schweres Bronchialasthma
Wechselwirkungen
Wie Morphin: MAO-Hemmer, ZNS-Depressiva; Gabapentinoide (Gabapentin/Pregabalin: Atemdepression↑!); Anticholinergika (Harnverhalt↑)
Wirkungsmechanismus
Selektiver μ-Opioid-Agonist (5–10× stärker als Morphin) → stark analgetisch, sedierend
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion kann mit einer geringeren Dosis eine ausreichende Analgesie erzielt werden. Bei diesen Patienten soll die Dosis sorgfältig bis zur klinischen Wirkung titriert werden
Schwangerschaft & Stillzeit
Schwangerschaft: nicht empfohlen; nicht während Schwangerschaft/Wehen anwenden (beeinträchtigt Uteruskontraktilität, Risiko neonataler Atemdepression). Chronische Einnahme → neonatales Entzugssyndrom. Stillzeit: nicht anwenden (keine Daten).
Halbwertszeit
ca. 2,64 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral retardiert: 2–5 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.