Hydrocortison
AlkindiEfmodyHydrocortone®PlenadrenTopalind
Glukokortikoide
Glukokortikoid
Indikation
Ersatztherapie bei Nebenniereninsuffizienz
Dosierung
15-30mg/d aufgeteilt auf 2-3 Einzelgaben
Tagesdosen über 20mg waren mit erhöhter Langzeitmortalität assoziiert und sollten möglichst vermieden werden, sofern nicht klinisch erforderlich
Nebenwirkungen
Selten (2)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Anaphylaktoide Reaktionen, Verschwommensehen
Nicht bekannt (33)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Aktivierung von Infektionen, Cushing-artige Symptome, Diabetes mellitus, Dyspepsie, Ekchymosen, Erhöhter Augeninnendruck, Euphorie, Gastritis, Gerötete Striae, Gesichtsrötung, Gewichtszunahme, Glaukom, Glukosetoleranzstörung, Herpes, Hintere subkapsuläre Katarakt, Hirsutismus, Hypertonie, Hypertrophe Kardiomyopathie bei Frühgeborenen, Hypokaliämie, Kaliumverlust mit hypokaliämischer Alkalose, Manie, Natrium- und Wasserretention mit Ödemneigung, Osteoporose mit Spontanfrakturen, Petechien, Pilzinfektionen, Psychose mit Halluzinationen und Delir, Schlafstörungen, Steroidakne, Tuberkulose, Verschlimmerung eines vorbestehenden Magenulkus, Virusinfektionen, Wundheilungsstörung, Übelkeit
Kontraindikationen
Keine absolute KI bei vitaler Substitutionsindikation (Nebenniereninsuffizienz); Vorsicht bei systemischen Infekten/Mykosen ohne adäquate Therapie. Bei kurzfristiger/hochdosierter Notfallgabe keine relevanten KI
Wechselwirkungen
NSAR (GI-Risiko↑↑); Rifampicin (Spiegel↓); Insulin/OAD (Wirkung↓); Diuretika (Hypokaliämie↑); Lebendimpfstoffe (kontraindiziert bei Immunsuppression)
Wirkungsmechanismus
Kortisol-Analogon; bindet Glukokortikoidrezeptor → Genexpression↑/↓ → antiinflammatorisch, immunsuppressiv, metabolisch (Glukoneogenese↑); auch Mineralokortikoid-Wirkung
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz nötig
Schwangerschaft & Stillzeit
In der Substitutionstherapie in Schwangerschaft und Stillzeit anwendbar mit Dosisanpassung (2./3. Trimenon je +5 mg); Tierversuch Gaumenspalten, für die Substitution beim Menschen ohne Bedeutung. Stillzeit: nur geringe Milchsekretion, bei Substitution keine negativen Auswirkungen auf den Säugling.
Halbwertszeit
ca. 1,5 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.