Hydrochlorothiazid
HCT G.L.HCT®
Diuretika
Thiazid
Indikation
Arterielle Hypertonie (häufig als Kombination)
Kardiale, hepatische und renale Ödeme
Dosierung
Hypertonie:
12,5–25mg 1x/d
max. 50mg/d
Kardiale, hepatische und renale Ödeme:
25-50mg/d
wirkt nicht mehr bei GFR <30
Nebenwirkungen
Häufig (2)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Anstieg der Blutlipide, Hypokaliämie
Gelegentlich (11)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Andere Hautausschläge, Appetitverlust, Erbrechen, Hyperurikämie, Hypomagnesiämie, Hyponatriämie, Impotenz, Leichte Übelkeit, Orthostatische Hypotonie, Sehstörungen, Urtikaria
Selten (19)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Abdominalbeschwerden, Benommenheit, Depressionen, Diarrhoe, Gastrointestinale Beschwerden, Glykosurie, Herzrhythmusstörungen, Hyperglykämie, Hyperkalzämie, Ikterus, Intrahepatische Cholestase, Kopfschmerz, Parästhesien, Photosensibilisierung, Schlafstörungen, Schwindel, Thrombozytopenie, manchmal mit Purpura, Verschlechterung einer diabetischen Stoffwechsellage, Verstopfung
Sehr selten (18)
— < 1/10.000
Agranulozytose, Akutes Atemnotsyndrom (ARDS), Akutes Engwinkelglaukom, Anaphylaxie, Epidermolysis acuta toxica, Fieber, Hypochlorämische Alkalose, Hämolytische Anämie, Interstitielle Nephritis, Knochenmarkdepression, Leukopenie, Lupus-erythematodes-ähnliche Reaktionen, Nekrotisierende Vaskulitis, Pankreatitis, Reaktivierung eines Lupus erythematodes, Respiratorische Beschwerden einschließlich Pneumonitis und Lungenödem, Toxische epidermale Nekrolyse, Überempfindlichkeitsreaktionen
Nicht bekannt (3)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Aderhauterguss, Akute Myopie, Nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom)
Kontraindikationen
GFR <30, Hypokaliämie, Hyperkaliurie, Sulfonamid-Allergie, Schwangerschaft
Wechselwirkungen
NSAR (Wirkung↓); ACE-Hemmer (Hypokaliämie↑, Hypotonie); Lithium (Spiegel↑!); Digitalis (Hypokaliämie → Toxizität); Antidiabetika (Wirkung↓)
Wirkungsmechanismus
Thiaziddiuretikum; hemmt Na⁺/Cl⁻-Cotransporter im distalen Tubulus → Na⁺-, H₂O-Ausscheidung↑, Ca²⁺-Resorption↑
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR 60-30: Dosisreduktion um 50%
GFR<30: kontraindiziert
Schleifendiuretikum bevorzugen
Schwangerschaft & Stillzeit
Plazentagängig, begrenzte Daten; im 2./3. Trimenon fetale/neonatale Effekte (Ikterus, Elektrolytstörungen, Thrombozytopenie). Nicht bei Schwangerschaftshypertonie/Präeklampsie; bei essentieller Hypertonie nur wenn keine Alternative. Stillzeit: geringer Milchübergang — nicht empfohlen.
Halbwertszeit
6–8 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 2–5 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.