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Glyceroltrinitrat

GlytrinNitro PohlNitro Pohl - Stechampullen zur InfusionNitrolingual®
Kardiologie – weitere Substanzen
Nitrat
Indikation
Akuter Angina-pectoris-Anfall akutes Koronarsyndrom hypertensiver Notfall akute Linksherzinsuffizienz Notfallbehandlung bei akutem Lungenödem
Dosierung
0,4–1,2 mg s.l. = 1-3 Sprühstöße (Spray) bei Nichtansprechen wiederholbar nach 10 Minuten
Nebenwirkungen
Sehr häufig (1) — ≥ 1/10
Kopfschmerzen
Häufig (6) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Abfall des Blutdrucks, Asthenie, Orthostatische Hypotension, Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, Tachykardie
Gelegentlich (10) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Allergische Dermatitis, Bradykardie, Erbrechen, Hautrötungen des Gesichts (Flush), Kreislaufkollaps, Synkope, Verstärkung der Angina pectoris Symptome, Zyanose, Übelkeit, Überempfindlichkeitsreaktionen
Sehr selten (6) — < 1/10.000
Allergischer Hautausschlag, Beeinträchtigung der Atmung, Exfoliative Dermatitis, Methämoglobinämie, Unruhe, Zerebrale Ischämie
Nicht bekannt (2) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Geschwollene Zunge, Toleranzentwicklung
Kontraindikationen
PDE-5-Hemmer (Sildenafil!), schwere Hypotonie, Aortenstenose, HOCM, erhöhter Hirndruck.
Wechselwirkungen
PDE-5-Hemmer (lebensbedrohliche Hypotonie!), Antihypertensiva (additiv).
Wirkungsmechanismus
NO-Donor → Guanylatzyklase↑ → cGMP↑ → Venodilatation (Vorlast↓), Koronardilatation.
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Anpassung nach der Nierenfunktion.
Schwangerschaft & Stillzeit
Nitrat-Vasodilatator. Keine klinischen Schwangerschaftsdaten, im Tierversuch keine teratogenen Effekte (fetotoxisch nur bei hohen Dosen) — in der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung. Stillzeit: Milchübergang unbekannt, Risiko für den Säugling nicht auszuschließen — Nutzen-Risiko-Abwägung.
Halbwertszeit
sublingual: 2,5–4,4 min
Wirkstoffpeak (tmax)
sublingual: ca. 5 min
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 20.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.