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Glukagon

GlucaGen
Akutmedizin / Notfallmedikamente
Antihypoglykämikum
Indikation
Schwere Hypoglykämie bei Insulintherapie (wenn keine i.v. Glucose möglich/Laienanwendung); diagnostisch GI-Motilitätshemmung
Dosierung
Erwachsene 1mg s.c./i.m.; Kinder <25kg: 0,5mg. Ansprechen in ~10 min, danach orale Kohlenhydrate; bei Nichtansprechen i.v. Glucose
Nebenwirkungen
Häufig (1) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Übelkeit
Gelegentlich (2) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Erbrechen, Hypoglykämie
Selten (1) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Bauchschmerzen
Sehr selten (7) — < 1/10.000
Anaphylaktische Reaktion, Anaphylaktischer Schock, Hypertonie, Hypoglykämisches Koma, Hypotonie, Tachykardie, Überempfindlichkeitsreaktionen
Nicht bekannt (1) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Reaktionen an der Injektionsstelle
Kontraindikationen
Phäochromozytom
Wechselwirkungen
Betablocker (RR-/Puls-Anstieg↑); Warfarin (Wirkung↑); unwirksam bei entleerten Glykogenspeichern (Fasten, Alkohol)
Wirkungsmechanismus
Glukagon-Rezeptor-Agonist → hepatische Glykogenolyse + Glukoneogenese → Blutzucker↑. Kein Effekt auf Muskelglykogen (anders als Adrenalin)
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisanpassung notwendig
Schwangerschaft & Stillzeit
Passiert die Plazenta nicht, keine schädlichen Auswirkungen bekannt — kann in der Schwangerschaft angewendet werden. Stillzeit: nur sehr geringe Milchmenge, wird im Magen-Darm-Trakt abgebaut (keine Wirkung beim Kind) — kann angewendet werden.
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 09.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.