Glimepirid
Glimepirid 1A Pharma®
Diabetes mellitus
Sulfonylharnstoff
Indikation
Diabetes mellitus Typ 2, wenn Diät/Bewegung/Gewichtsreduktion nicht ausreichen (Mono oder Kombination)
Dosierung
Start 1mg/d, schrittweise (1–2 Wochen) auf 2/3/4mg/d; üblich max. 4(–6)mg/d; unmittelbar vor/zur ersten Hauptmahlzeit
Nebenwirkungen
Selten (11)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Agranulozytose, Alopezie, Dysgeusie, Erythrozytopenie, Gewichtszunahme, Granulozytopenie, Hypoglykämie, Hämolytische Anämie, Leukopenie, Panzytopenie, Thrombozytopenie
Sehr selten (17)
— < 1/10.000
Abdominale Beschwerden, Bauchblähungen, Bauchschmerzen, Blutdruckabfall, Cholestase, Diarrhö, Dyspnoe, Erbrechen, Hepatische Funktionsstörungen, Hepatitis, Ikterus, Leberversagen, Leukozytoklastische Vaskulitis, Milde Überempfindlichkeitsreaktionen, Schock, Verminderung der Natriumkonzentration im Blut, Übelkeit
Nicht bekannt (10)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Ausschlag, Erhöhung der Leberenzyme, Kreuzreaktionen mit Sulfonylharnstoffen, Sulfonamiden oder verwandten Substanzen, Photosensibilität, Pruritus, Schwere Thrombozytopenie, Sehstörungen, Thrombozytische Purpura, Urtikaria, Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
Kontraindikationen
Typ-1-Diabetes/Ketoazidose, schwere Leber-/Niereninsuffizienz, Schwangerschaft/Stillzeit, Überempfindlichkeit (Sulfonamide)
Wechselwirkungen
Wirkungsverstärkung (Hypoglykämie): andere Antidiabetika, ACE-Hemmer, Sulfonamide, Fibrate, hochdos. Salicylate, Alkohol; Wirkungsabschwächung: Glukokortikoide, Thiazide, Sympathomimetika. β-Blocker maskieren Hypoglykämie
Wirkungsmechanismus
Sulfonylharnstoff; blockiert ATP-sensitiven K⁺-Kanal der β-Zelle → Depolarisation → Ca²⁺-Einstrom → Insulinsekretion↑ (glukoseunabhängig → Hypoglykämierisiko)
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Bei Niereninsuffizienz Hypoglykämie-Risiko↑ → niedrig dosieren; schwere NI kontraindiziert
Schwangerschaft & Stillzeit
Während der gesamten Schwangerschaft nicht anwenden (im Tierversuch reproduktionstoxisch) — rechtzeitig auf Insulin umstellen; gute Blutzuckereinstellung senkt das Fehlbildungsrisiko. Stillzeit: wegen Hypoglykämie-Risiko beim Säugling wird vom Stillen abgeraten.
Halbwertszeit
ca. 5–8 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 2,5 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.