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Gliclazid

Diamicron MR®GlicladaGliclazid®
Diabetes mellitus
Sulfonylharnstoff
Indikation
Diabetes mellitus Typ 2, wenn Diät/Bewegung/Gewichtsreduktion nicht ausreichen
Dosierung
MR-Form: Start 30mg/d zum Frühstück, schrittweise (≥1 Monat) bis max. 120mg/d 1×/d
Nebenwirkungen
Häufig (43) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Aggressivität, Angina pectoris, Aphasie, Arrhythmie, Bauchschmerzen, Bewusstlosigkeit, Bradykardie, Delirium, Depressionen, Durchfall, Dyspepsie, Erbrechen, Feuchte Haut, Flache Atmung, Gastrointestinale Störungen, Gefühl der Kraftlosigkeit, Herzklopfen, Hypertonie, Hypoglykämie, Koma, Kopfschmerzen, Krämpfe, Müdigkeit, Parese, Schlafstörungen, Schläfrigkeit, Schwindel, Sehstörungen, Sensorische Störungen, Sprachstörungen, Starker Hunger, Tachykardie, Unruhe, Verlust der Selbstbeherrschung, Verminderung der Konzentration, Verminderung der Reaktion, Verminderung der Wachsamkeit, Verstopfung, Verwirrung, Zittern, Ängstlichkeit, Übelkeit, Übermäßiges Schwitzen
Selten (22) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
ALAT erhöht, ASAT erhöht, Alkalische Phosphatase erhöht, Angioödem, Anstieg der Leberenzyme, Anämie, Autoimmune bullöse Erkrankungen, Bullöse Reaktionen, Cholestatischer Ikterus, Erythem, Granulozytopenie, Hepatitis, Leukopenie, Makulopapulöse Ausschläge, Medikamentenausschlag mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Pruritus, Rash, Stevens-Johnson Syndrom, Thrombozytopenie, Toxisch epidermale Nekrolyse, Urtikaria, Vorübergehende Sehstörungen
Kontraindikationen
Typ-1-Diabetes/Ketoazidose, schwere Leber-/Niereninsuffizienz, Schwangerschaft/Stillzeit, Überempfindlichkeit (Sulfonylharnstoffe/Sulfonamide), Miconazol
Wechselwirkungen
Miconazol (Hypoglykämie – kontraindiziert); Wirkungsverstärkung wie Glimepirid; β-Blocker maskieren Hypoglykämie; Wirkungsabschwächung durch Glukokortikoide/Thiazide
Wirkungsmechanismus
Sulfonylharnstoff (2. Generation); stimuliert glukoseunabhängig die Insulinsekretion via Blockade des ATP-sensitiven K⁺-Kanals der β-Zelle
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Leichte–mäßige NI: vorsichtig; schwere NI kontraindiziert
Schwangerschaft & Stillzeit
Nur begrenzte Humandaten, im Tierversuch nicht teratogen — aus Vorsichtsgründen in der Schwangerschaft vermeiden; Insulin ist Mittel der Wahl, vor geplanter Schwangerschaft umstellen. Stillzeit: kontraindiziert (Hypoglykämie-Risiko beim Neugeborenen).
Halbwertszeit
12–20 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral retardiert: Plateau 6–12 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.