Gabapentin
GabadalGabapentin®GanepNeurontin®
Neurologie – Antiepileptika & Analgetika
Neuropathischer Schmerz
Indikation
Neuropathischer Schmerz, fokale Epilepsie (Zusatztherapie), Restless-Legs-Syndrom
Dosierung
Start 300mg zur Nacht (Tag 1), 300mg 1-0-1 (Tag 2), 300mg 1-1-1 (Tag 3); Ziel 900–3600mg/d in 3 Dosen; GFR-Anpassung!
Nebenwirkungen
Sehr häufig (6)
— ≥ 1/10
Ataxie, Ermüdung, Fieber, Schwindelgefühl, Somnolenz, Virusinfektionen
Häufig (68)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Abschürfungen, Affektlabilität, Akne, Amblyopie, Amnesie, Angst, Anorexie, Anormaler Gang, Arthralgie, Asthenie, Bauchschmerzen, Bronchitis, Denkstörungen, Depressionen, Diarrhoe, Diplopie, Dysarthrie, Dyspepsie, Dyspnoe, Erbrechen, Feindseligkeit, Flatulenz, Frakturen, Gesichtsödeme, Gesteigerter Appetit, Gewichtszunahme, Gingivitis, Grippesymptome, Harnwegsinfektionen, Hautausschlag, Herabgesetzte Leukozytenzahl, Husten, Hyperkinesie, Hypertonie, Hypästhesie, Impotenz, Infektionen der Atemwege, Koordinationsstörungen, Kopfschmerzen, Krämpfe, Leukopenie, Muskelzucken, Myalgie, Nervosität, Nystagmus, Obstipation, Otitis media, Parästhesie, Periphere Ödeme, Pharyngitis, Pneumonie, Pruritus, Purpura, Rhinitis, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Schwindel, Sonstige Infektionen, Tremor, Trockenheit von Mund oder Rachen, Unfallbedingte Verletzungen, Unwohlsein, Vasodilatation, Verstärkte, abgeschwächte oder fehlende Reflexe, Verwirrtheitszustände, Zahnanomalien, Übelkeit
Gelegentlich (12)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Agitiertheit, Allergische Reaktionen, Dysphagie, Erhöhte SGOT-Werte (AST), Erhöhte SGPT-Werte (ALT), Erhöhtes Bilirubin, Geistige Beeinträchtigungen, Generalisierte Ödeme, Hyperglykämie, Hypokinesie, Palpitationen, Sturz
Selten (3)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Atemdepression, Hypoglykämie, Verlust des Bewusstseins
Nicht bekannt (30)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Akutes Nierenversagen, Alopezie, Anaphylaxie, Angioödem, Arzneimittelabhängigkeit, Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Blut-Kreatinphosphokinase erhöht, Brusthypertrophie, Brustschmerzen, Choreoathetose, Dyskinesie, Dystonie, Entzugssymptome, Erythema multiforme, Gynäkomastie, Halluzinationen, Hepatitis, Hypersensitivitätssyndrom, Hyponatriämie, Ikterus, Inkontinenz, Myoklonus, Pankreatitis, Rhabdomyolyse, Sexuelle Funktionsstörung, Stevens-Johnson-Syndrom, Suizidgedanken, Thrombozytopenie, Tinnitus, Toxische epidermale Nekrolyse
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen Gabapentin oder Bestandteile; akute Pankreatitis (relativ)
Wechselwirkungen
Antazida (Resorption↓ — 2h Abstand); Morphin (Spiegel↑); Opioide (Atemdepression, erhöhte Mortalität!); Alkohol, ZNS-Depressiva
Wirkungsmechanismus
Bindet α2δ-Untereinheit spannungsabhängiger Ca²⁺-Kanäle → Neurotransmitterfreisetzung↓ → antikonvulsiv, analgetisch (Neuropathie), anxiolytisch
Dosierung bei Niereninsuffizienz
CrCl ≥80: 900–3600mg/d · 50–79: 600–1800mg/d · 30–49: 300–900mg/d · 15–29: 150–600mg/d · <15: 150–300mg/d · HD: Zusatzdosis 200–300mg nach jeder 4h-Dialyse
Schwangerschaft & Stillzeit
Kann bei klinischer Notwendigkeit im 1. Trimenon angewendet werden; große Beobachtungsstudie ohne erhöhtes Fehlbildungsrisiko. Hinweise auf niedriges Geburtsgewicht/Frühgeburt; neonatales Entzugssyndrom möglich (v.a. mit Opioiden). Bei Epilepsie Therapie nicht abrupt absetzen. Stillzeit: Übergang in Muttermilch, nur bei klar überwiegendem Nutzen.
Halbwertszeit
ca. 5–7 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 2–3 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.