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Furosemid

BopediatFurohexalFuronFurosemid®Lasix®
Diuretika
Schleifendiuretikum
Indikation
Ödeme infolge Erkrankungen des Herzens oder der Leber Ödeme infolge Erkrankungen der Nieren (beim nephrotischen Syndrom steht die Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund) Ödeme infolge Verbrennungen Arterielle Hypertonie
Dosierung
Ödeme kardialer, renaler und hepatogener Ursache: Initial: 40mg/d nach 6h: Steigerung auf 80mg/d möglich nach weiteren 6h: Steigerung auf 160mg/d möglich Erhaltung: 40-80mg/d Lungenödem: 40-80mg i.v. Arterielle Hypertonie: 40mg/d Der durch die verstärkte Diurese hervorgerufene Gewichtsverlust sollte 1 kg/Tag nicht überschreiten.
Nebenwirkungen
Sehr häufig (6) — ≥ 1/10
Dehydratation, Elektrolytstörungen einschließlich symptomatischer, Hypotonie und orthostatische Regulationsstörungen, Hypovolämie, Kreatininanstieg im Blut, Triglyzeridanstieg im Blut
Häufig (9) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Anstieg von Cholesterin im Blut, Erhöhtes Harnvolumen, Gichtanfälle, Hepatische Enzephalopathie bei hepatozellulärer Insuffizienz, Hyperurikämie, Hypochlorämie, Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hämokonzentration
Gelegentlich (18) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Beeinträchtigte Glukosetoleranz (latenter Diabetes mellitus), Dermatitis bullosa, Dermatitis exfoliativa, Erythema multiforme, Exanthem, Haut- und Schleimhautreaktionen, Juckreiz, Pemphigoid, Photosensibilität, Purpura, Rash, Reversible Hörstörungen, Sehstörungen, Taubheit, Thrombozytopenie, Urtikaria, Verstärkung einer bestehenden Myopie, Übelkeit
Selten (10) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Eosinophilie, Fieberhafte Zustände, Leukopenie, Magen-Darm-Beschwerden (Erbrechen, Diarrhö), Nierenentzündung (tubulo-interstitielle Nephritis), Ohrgeräusche (Tinnitus), Parästhesien, Schwere anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen, Vaskulitis, Verwirrtheit und lethargischer Zustand
Sehr selten (6) — < 1/10.000
Agranulozytose, Akute Pankreatitis, Aplastische Anämie, Cholestase, Erhöhte Lebertransaminasen, Hämolytische Anämie
Nicht bekannt (26) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), Arzneimittelausschlag mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Chloridkonzentration im Harn erhöht, Harnstoffanstieg im Blut, Harnverhalten, Hypokalzämie, Hypomagnesiämie, Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden (Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit, Durst), Lichenoide Reaktionen, Metabolische Alkalose, Natriumkonzentration im Harn erhöht, Nephrokalzinose/Nephrolithiasis bei frühgeborenen Kindern, Nierenversagen, Ohnmacht und Bewusstlosigkeit durch symptomatische Hypotonie, Osteoklastische Knochenschädigung bei Neugeborenen, Persistierender Ductus arteriosus Botalli, Pseudo-Bartter-Syndrom, Rhabdomyolyse, Schwindel, Sekundärkomplikationen bei Harnverhalten, Stevens-Johnson-Syndrom, Symptome einer Harnabflussbehinderung, Thrombose, Toxische epidermale Nekrolyse, Verschlechterung oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes
Kontraindikationen
Anurie (GFR=0), Coma hepaticum, Sulfonamid-Allergie (Kreuzallergie möglich)
Wechselwirkungen
Aminoglykoside, Cisplatin (Ototoxizität↑↑!); NSAR (Wirkung↓); ACE-Hemmer (überschießende Hypotonie!); Digoxin (Hypokaliämie → Toxizität↑); Lithium (Toxizität↑)
Wirkungsmechanismus
Schleifendiuretikum; hemmt Na⁺/K⁺/2Cl⁻-Cotransporter (NKCC2) im aufsteigenden Henle-Schenkel → Na⁺-, Cl⁻-, H₂O-Ausscheidung↑; stark und schnell wirksam
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR<30: Höhere Dosen nötig (bis 250mg/d) HD: Kein Wirkverlust Cave: Ototoxizität bei hohen Dosen
Schwangerschaft & Stillzeit
Plazentagängig; nur kurzfristig unter strenger Indikation, für die Routinebehandlung von Hypertonie/Ödemen ungeeignet (Beeinträchtigung der Plazentaperfusion). Elektrolyte und fetales Wachstum überwachen. Stillzeit: Milchübergang, hemmt die Laktation — kontraindiziert.
Halbwertszeit
ca. 90 min
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.