Fosfomycin
Cystium®Fomicyt®Monuril®
Antibiotika – Sonstige
Harnwegsinfekt
Indikation
Akute unkomplizierte Zystitis der Frau und weiblicher Jugendlicher (>12 J.); Einmaldosis. Nicht bei Männern oder komplizierten HWI
Dosierung
3g Granulat einmalig, in Wasser gelöst; nüchtern (2–3h vor/nach Mahlzeit), vorzugsweise abends nach Blasenentleerung
Nebenwirkungen
Häufig (7)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Bauchschmerzen, Diarrhoe, Dyspepsie, Kopfschmerzen, Schwindel, Vulvovaginitis, Übelkeit
Gelegentlich (4)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Ausschlag, Erbrechen, Pruritus, Urtikaria
Nicht bekannt (4)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Anaphylaktische Reaktionen einschließlich anaphylaktischer Schock, Angioödem, Antibiotika-assoziierte Kolitis, Überempfindlichkeit
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit; Anwendung bei Niereninsuffizienz nicht empfohlen (CrCl <10); Kinder <12 Jahre
Wechselwirkungen
Metoclopramid/prokinetische Mittel (Resorption↓ – meiden); Antikoagulanzien (INR variabel); sonst kaum relevant bei Einmaldosis
Wirkungsmechanismus
Hemmt MurA (Enolpyruvyl-Transferase) → Peptidoglykan-Vorstufen-Synthese↓ → Zellwandsynthese früh blockiert; bakterizid
Dosierung bei Niereninsuffizienz
CrCl <10: nicht empfohlen (unzureichende Harnkonzentration)
Schwangerschaft & Stillzeit
Begrenzte Daten zum 1. Trimenon (n≈152) ohne Sicherheitssignal für Teratogenität; Fosfomycin passiert die Plazenta, Tierstudien ohne Hinweis auf Reproduktionstoxizität. Nur anwenden, wenn eindeutig notwendig. Stillzeit: geht in geringen Mengen in die Muttermilch über — eine orale Einzeldosis kann bei eindeutiger Notwendigkeit während der Stillzeit angewendet werden.
Halbwertszeit
ca. 4 h
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Zuletzt aktualisiert: 07.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.