Fluoxetin
FeliciumFluctine®Fluoxetin®Flux HexalFluxoMedMutan
Psychiatrie – Antidepressiva
SSRI
Indikation
Episoden einer Major Depression; Zwangsstörung (OCD); Bulimia nervosa (ergänzend zur Psychotherapie).
Dosierung
initial 20mg 1-0-0, Reevaluation nach 3 bis 4 Wochen. Schrittweise Steigerung auf bis 60mg/d möglich
Nebenwirkungen
Sehr häufig (5)
— ≥ 1/10
Diarrhoe, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Übelkeit
Häufig (34)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Abnormale Träume, Angespanntheit, Angst, Arthralgie, Aufmerksamkeitsstörung, Ausschlag, Dyspepsie, Ejakulationsstörung, Erbrechen, Erektile Dysfunktion, Flush, Gefühl der Nervosität, Geschmacksstörung, Gewichtsverlust, Gynäkologische Blutung, Gähnen, Hyperhidrose, Häufiges Wasserlassen, Juckreiz, Lethargie, Mundtrockenheit, Nervosität, Nesselsucht, Palpitation, Ruhelosigkeit, Schlafstörung, Schwindel, Schüttelfrost, Somnolenz, Tremor, Verlängertes QT im EKG, Verminderte Libido, Verminderter Appetit, Verschwommenes Sehen
Gelegentlich (31)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Abnormaler Orgasmus, Abnormales Denken, Abnormales Gefühl, Alopezie, Ataxie, Beeinträchtigung der Gedächtnisleistung, Depersonalisation, Dyskinesie, Dysphagie, Dyspnoe, Dysurie, Epistaxis, Erhöhte Blutungsneigung, Euphorische Stimmung, Gastrointestinale Blutungen, Gehobene Stimmung, Gleichgewichtsstörung, Hitzegefühl, Hypotonie, Kalter Schweiß, Kältegefühl, Muskelzuckung, Mydriasis, Myoklonus, Psychomotorische Hyperaktivität, Sexuelle Dysfunktion, Suizidales Verhalten, Suizidgedanken, Tinnitus, Unwohlsein, Zähneknirschen
Selten (44)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Aggression, Agitation, Akathisie, Anaphylaktische Reaktion, Angioödem, Buccoglossales Syndrom, Dysphemie, Ekchymose, Erhöhte Gammaglutamyltransferasen, Erhöhte Transaminasen, Erythema multiforme, Galaktorrhoe, Gefäßerweiterung, Halluzination, Harnverhalt, Hyperprolaktinämie, Hypomanie, Hyponatriämie, Idiosynkratische Hepatitis, Krampfanfälle, Leukopenie, Lichtüberempfindlichkeitsreaktion, Manie, Myalgie, Neutropenie, Panikattacken, Pharyngitis, Priapismus, Pulmonale Ereignisse, Purpura, Schleimhautblutung, Schmerzen in der Speiseröhre, Serotoninsyndrom, Serumkrankheit, Stevens-Johnson Syndrom, Störung beim Wasserlassen, Störung der Sekretion des antidiuretischen Hormons, Thrombozytopenie, Torsades de Pointes, Toxische epidermale Nekrolyse, Vaskulitis, Ventrikuläre Arrhythmie, Verwirrtheit, Von der Norm abweichende Leberfunktionswerte
Nicht bekannt (3)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Beeinträchtigung der Konzentration, Erythromelalgie, Postpartale Hämorrhagie
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit; Kombination mit irreversiblen nicht-selektiven MAO-Hemmern (5 Wochen Abstand nach Fluoxetin); Kombination mit Metoprolol bei Herzinsuffizienz.
Wechselwirkungen
Irreversible MAO-Hemmer kontraindiziert (Serotoninsyndrom; 2 Wochen vor, 5 Wochen nach Fluoxetin). Starker CYP2D6-Inhibitor: erhöht Spiegel von Metoprolol, Trizyklika, Antipsychotika, Tamoxifen-Wirkung↓. Mit anderen serotonergen Substanzen (Triptane, Tramadol, Johanniskraut, andere SSRI/SNRI) Serotoninsyndrom-Risiko. QT-Verlängerung möglich. Blutungsrisiko mit NSAR/Antikoagulanzien↑.
Wirkungsmechanismus
SSRI; selektive Hemmung der präsynaptischen Serotonin-Wiederaufnahme (SERT) → synaptisches Serotonin↑. Sehr lange Halbwertszeit (aktiver Metabolit Norfluoxetin).
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Bei leichter bis mäßiger Niereninsuffizienz keine routinemäßige Anpassung; bei schwerer Einschränkung niedrigere Dosis bzw. größeres Dosisintervall erwägen.
Schwangerschaft & Stillzeit
Nur nach strenger Abwägung; 1. Trimenon leicht erhöhtes Risiko kardialer Fehlbildungen (ca. 2/100). Spätschwangerschaft: PPHN (~5/1000), neonatale Anpassungssymptome, postpartale Blutungen. Stillzeit: Milchübergang, NW berichtet — ggf. abstillen.
Halbwertszeit
4–6 Tage
aktiver Metabolit Norfluoxetin: 4–16 Tage
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 6–8 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.