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Flunitrazepam

Rohypnol®
Schlaf & Sedierung
Benzodiazepin Hypnotikum
Indikation
Kurzzeitbehandlung von Schlaflosigkeit, wenn diese ernst, behindernd und quälend ist (nur Erwachsene). Suchtgiftrezept.
Dosierung
0,5-1 mg unmittelbar vor dem Schlafengehen, Erhöhung auf 2 mg nur in Ausnahmefällen. Ältere/geschwächte Patienten: 0,5 mg (max. 1 mg). Behandlungsdauer max. 4 Wochen inkl. Ausschleichen. Suchtgiftrezept.
Nebenwirkungen
Sehr häufig (4) — ≥ 1/10
Diplopie, Emotionale Störungen, Fatigue, Verwirrungszustände
Häufig (9) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Affektive Verflachung, Ataxie, Kopfschmerzen, Muskelschwäche, Müdigkeit, Schläfrigkeit während des Tages, Schwindel, Verminderte Aufmerksamkeit, Verwirrung
Gelegentlich (3) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Gastrointestinale Störungen, Hautreaktionen, Libidostörungen
Selten (21) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Aggressivität, Agitiertheit, Albträume, Demaskierung einer vorbestehenden Depression, Entzugssymptome, Hyperaktivität, Missbrauch, Nervosität, Paradoxe Reaktionen, Physische Abhängigkeit, Psychische Abhängigkeit, Psychosen, Rebound-Phänomene nach plötzlichem Absetzen, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit, Unangemessenes Verhalten, Verhaltensstörungen, Verwirrtheitszustände mit Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Wutanfälle
Nicht bekannt (12) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Angioödem, Anterograde Amnesie, Ausschlag, Harninkontinenz, Harnverhalt, Herzinsuffizienz, Herzstillstand, Herzversagen, Hypersensitivitätsreaktionen, Hypotension, Miktionsstörungen, Respiratorische Depression
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen Benzodiazepine, Myasthenia gravis, Schlafapnoe-Syndrom, schwere respiratorische Insuffizienz, Schock, akute Alkohol-/ZNS-Dämpfer-Vergiftung, schwere Leberinsuffizienz; Kinder. Nicht bei Abhängigkeitsanamnese.
Wechselwirkungen
Verstärkte ZNS-Dämpfung/Atemdepression mit Alkohol, Opioiden (Koma, Tod), Antipsychotika, Antidepressiva, sedierenden Antihistaminika. CYP3A4-Inhibitoren (Azole, Makrolide, HIV-Proteasehemmer, Grapefruitsaft) erhöhen die Wirkung.
Wirkungsmechanismus
Voller Benzodiazepin-Agonist mit hoher Affinität zur zentralen Benzodiazepin-Bindungsstelle (GABA-A); sehr rasch einsetzende, stark sedierend-hypnotische Wirkung, zusätzlich anxiolytisch, muskelrelaxierend, antikonvulsiv, amnestisch.
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Bei eingeschränkter Nierenfunktion individuelle Dosisreduktion (Pharmakokinetik ähnlich wie bei Gesunden, aber Vorsicht).
Schwangerschaft & Stillzeit
Sicherheit nicht erwiesen; im letzten Trimenon länger andauernde Einnahme meiden (neonatale Hypothermie, Hypotonie, Atemdepression, Entzugssymptome). Stillzeit: Benzodiazepine treten in die Muttermilch über und akkumulieren – bei zwingender Indikation abstillen.
Halbwertszeit
16–35 h aktiver Metabolit N-Desmethyl-Flunitrazepam: ca. 28 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 0,75–2 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 08.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.