AccessMedAccessMed

Fentanyl

Actiq®Durogesic®Effentora®FenrooFentanyl®Lafene
Analgesie – Starke Opioide
Opioid
Indikation
Starke chronische Schmerzen (nur opioid-tolerante Patienten)
Dosierung
Pflaster: 12,5–100 µg/h, Wechsel alle 72h (>100 µg/h: mehrere Pflaster). Nicht für opioid-naive Patienten!
Nebenwirkungen
Sehr häufig (6) — ≥ 1/10
Erbrechen, Kopfschmerzen, Obstipation, Schwindel, Somnolenz, Übelkeit
Häufig (32) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Angstzustände, Appetitlosigkeit, Asthenie, Depression, Diarrhö, Dyspepsie, Dyspnoe, Erschöpfung, Erythem, Exanthem, Halluzinationen, Harnverhalt, Hautausschlag, Hyperhidrose, Hypertonie, Kältegefühl, Mundtrockenheit, Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Oberbauchschmerzen, Palpitationen, Parästhesie, Pruritus, Schlaflosigkeit, Sedierung, Tachykardie, Tremor, Vertigo, Verwirrtheitszustand, abdominale Schmerzen, periphere Ödeme, Überempfindlichkeit
Gelegentlich (32) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Agitiertheit, Amnesie, Atemdepression, Atemnot, Bewusstlosigkeit, Bradykardie, Dermatitis, Desorientierung, Dysphagie, Ekzem, Entzugserscheinungen, Erektile Dysfunktion, Euphorie, Gefühl von Körpertemperaturschwankungen, Hypotonie, Hypästhesie, Ileus, Kontaktdermatitis, Krampfanfälle (einschließlich klonischer und Grand-mal-Anfälle), Muskelzucken, Pyrexie, Reaktion an der Applikationsstelle, Schlafstörungen, Sehstörungen, Sexuelle Funktionsstörung, Zyanose, allergische Dermatitis, erektile, grippeähnliche Erkrankung, sexuelle Dysfunktion, verminderter Bewusstseinsgrad, verschwommenes Sehen
Selten (6) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Apnoe, Dermatitis an der Applikationsstelle, Hypoventilation, Miosis, Serotoninsyndrom, Subileus
Nicht bekannt (4) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Bradypnoe, Delirium, anaphylaktische Reaktion, anaphylaktischer Schock
Kontraindikationen
Opioid-naive Patienten, schwere Atemdepression
Wechselwirkungen
CYP3A4-Hemmer (Spiegel↑↑!): Azol-Antimykotika, Clarithromycin, Ritonavir; CYP3A4-Induktoren (Spiegel↓); MAO-Hemmer; Benzodiazepine
Wirkungsmechanismus
Hoch selektiver μ-Opioid-Agonist (100× stärker als Morphin); rasch lipophil → stark analgetisch, sedierend
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Individuelle Nutzen/Riskio-ABschätzung und Dosisanpassung bei Pat mit Nieren- und Leberfunktionsstörung. Regelmäßige Kontrollen werden empfohlen.
Schwangerschaft & Stillzeit
Schwangerschaft: nicht anwenden, außer zwingend erforderlich (Pflaster). Passiert die Plazenta; Langzeitanwendung → neonatales Entzugssyndrom; Anwendung unter Geburt nicht empfohlen (Atemdepression beim Neugeborenen). Stillzeit: nicht stillen während Anwendung und mind. 72 h nach Entfernen des Pflasters (Sedierung/Atemdepression beim Säugling).
Halbwertszeit
transdermal (nach Pflasterentfernung): 20–27 h
Wirkstoffpeak (tmax)
buccal: 46,8 min (Median)
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
⚠️ Haftungsausschluss: Alle Informationen auf AccessMed wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Trotz sorgfältiger Recherche können Fehler, Unvollständigkeiten oder veraltete Angaben nicht ausgeschlossen werden. Die Inhalte ersetzen keine professionelle medizinische oder pharmazeutische Beratung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Haftung übernommen. Im Zweifelsfall sind stets aktuelle Fachinformationen, Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.