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Famotidin

Famosin®Famotidin®Sodexx FamotidinUlcusan®
Antihistaminika
H2
Indikation
Ulcus duodeni und Ulcus ventriculi; Refluxösophagitis (GERD); Zollinger-Ellison-Syndrom; Prophylaxe von Säure-Rezidiven. (Kein Allergiemittel!)
Dosierung
Ulcus Akutbehandlung: 40mg als abendliche Einmalgabe für min. 4 Wochen Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni bei NSAR-Therapie: 2-mal täglich 40mg Ulcus Rezidivprophylaxe: 20mg als abendliche Einmalgabe Refluxösphagitis: 2-mal täglich 20mg, oder 1-mal täglich 40mg
Nebenwirkungen
Häufig (4) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Diarrhoe, Kopfschmerz, Obstipation, Schwindel
Gelegentlich (10) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Appetitlosigkeit, Erbrechen, Gastrointestinale Beschwerden, Geschmacksstörungen, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Pruritus, Rash, Urtikaria, Übelkeit
Selten (1) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Blähungen
Sehr selten (34) — < 1/10.000
AV-Block bei intravenöser Gabe von H2-Rezeptor-Antagonisten, Agitation, Agranulozytose, Alopezie, Anaphylaxie, Angioödem, Angststörungen, Anomalie der Leberenzyme, Arthralgie, Bronchospasmus, Brustenge, Cholestatischer Ikterus, Depression, Desorientiertheit, Grand-Mal-Anfälle, Halluzinationen, Hepatitis, Impotenz, Interstitielle Pneumonie (manchmal mit tödlichem Ausgang), Konfusion, Krämpfe, Leukopenie, Muskelkrämpfe, Neutropenie, Panzytopenie, Parästhesien, Reversible psychische Störungen, Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Stevens-Johnson-Syndrom, Thrombozytopenie, Toxische epidermale Nekrolyse, Verminderte Libido, Überempfindlichkeitsreaktionen
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen Famotidin oder andere H2-Antagonisten; Vorsicht bei eingeschränkter Nierenfunktion.
Wechselwirkungen
Geringes Interaktionspotenzial (im Gegensatz zu Cimetidin kein relevanter CYP-Hemmer); durch pH-Anhebung verminderte Resorption pH-abhängiger Substanzen (z.B. Azol-Antimykotika, Atazanavir).
Wirkungsmechanismus
H2-Rezeptor-Antagonist; hemmt kompetitiv die histaminvermittelte Magensäuresekretion der Belegzellen (vermindert auch Pepsin). Wirkt an H2- statt H1-Rezeptoren - daher Magensäure, nicht Allergie.
Dosierung bei Niereninsuffizienz
CrCl < 30 ml/min (bzw. Serum-Kreatinin > 3 mg/dl): Tagesdosis auf ca. 50% reduzieren oder Dosisintervall verlängern (überwiegend renale Elimination).
Schwangerschaft & Stillzeit
Begrenzte Daten ohne Hinweis auf nachteilige Auswirkungen auf Schwangerschaft oder Fötus/Neugeborenes, Tierversuch unauffällig — nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung. Stillzeit: geht in relevanter Konzentration in die Muttermilch über (Milch/Plasma ~1,7), Störung der Magensäuresekretion beim Säugling nicht auszuschließen — Stillen während der Behandlung vermeiden.
Halbwertszeit
2,6–4 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 1–3,5 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.