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Ezetimib/Rosuvastatin

Arosuva plus EzetimibEzerosu®Rosumib
Statine
Lipidsenker Fixkombination
Indikation
Primäre Hypercholesterinämie und gemischte Dyslipidämie als Substitutionstherapie bei mit den Einzelsubstanzen kontrollierten Patienten; Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse bei KHK und ACS in der Vorgeschichte.
Dosierung
1 Filmtablette täglich (Wirkstärke entsprechend der Vorbehandlung mit den Einzelsubstanzen). Nicht zur Initialtherapie - erst Einstellung mit Monokomponenten. Einnahme zur gleichen Tageszeit, mit oder ohne Nahrung.
Nebenwirkungen
Häufig (12) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Abdominalschmerzen, Asthenie, Diabetes mellitus, Durchfall, Erhöhungen von ALT und/oder AST, Fatigue, Flatulenz, Kopfschmerzen, Myalgie, Schwindelgefühl, Verstopfung, Übelkeit
Gelegentlich (24) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Anomale Leberfunktionswerte, Arthralgie, CPK-Erhöhungen im Blut, Dyspepsie, Erhöhungen der Gamma-Glutamyltransferase, Flush, Gastritis, Gastroösophageale Refluxerkrankung, Hautausschlag, Husten, Hypertonie, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Nackenschmerzen, Parästhesien, Peripheres Ödem, Pruritus, Rückenschmerzen, Schmerzen, Schmerzen im Brustkorb, Schmerzen in den Extremitäten, Trockener Mund, Urtikaria, Verminderter Appetit
Selten (9) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Angioödem, Erhöhte hepatische Transaminasen, Lupusähnliches Syndrom, Muskelriss, Myopathie (einschließlich Myositis), Pankreatitis, Rhabdomyolyse, Thrombozytopenie, Überempfindlichkeitsreaktionen
Sehr selten (6) — < 1/10.000
Gedächtnisverlust, Gelbsucht, Gynäkomastie, Hepatitis, Hämaturie, Polyneuropathie
Nicht bekannt (17) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Alpträume, Anaphylaxie, Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Cholelithiasis, Cholezystitis, Depression, Dyspnoe, Erythema multiforme, Immunvermittelte nekrotisierende Myopathie, Myasthenia gravis, Okuläre Myasthenie, Periphere Neuropathie, Schlaflosigkeit, Schlafstörungen, Sehnenerkrankungen manchmal durch Riss erschwert, Stevens-Johnson-Syndrom, Ödem
Kontraindikationen
Aktive Lebererkrankung/anhaltende Transaminasenerhöhung >3×ULN; Schwangerschaft und Stillzeit; schwere Niereninsuffizienz (CrCl <30); Myopathie; gleichzeitig Ciclosporin oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir. 10/40-mg-Stärke bei mäßiger NI kontraindiziert.
Wechselwirkungen
Ciclosporin (kontraindiziert, Rosuvastatin-Spiegel↑↑), Gemfibrozil/Fibrate und Fusidinsäure (Myopathie-/Rhabdomyolyse-Risiko), Proteasehemmer (Spiegel↑ – Dosisanpassung), Vitamin-K-Antagonisten (INR-Anstieg), Colestyramin (Ezetimib↓, Einnahmeabstand), Ticagrelor.
Wirkungsmechanismus
Duale Lipidsenkung: Rosuvastatin hemmt die HMG-CoA-Reduktase (Cholesterinsynthese↓, LDL-Rezeptoren↑), Ezetimib hemmt am NPC1L1-Transporter die intestinale Cholesterinresorption. Komplementäre Wirkung → starke LDL-Senkung.
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Leichte NI: keine Anpassung. Mäßige NI (CrCl <60): Startdosis 5 mg Rosuvastatin, 10/40 mg kontraindiziert. Schwere NI (CrCl <30): kontraindiziert.
Schwangerschaft & Stillzeit
Kontraindiziert in Schwangerschaft und Stillzeit (Statin-Komponente: Cholesterin für die fetale Entwicklung essenziell). Frauen im gebärfähigen Alter müssen sicher verhüten; bei Eintritt einer Schwangerschaft Therapie sofort abbrechen.
Halbwertszeit
Rosuvastatin: ca. 19 h Ezetimib (und Ezetimib-Glukuronid): ca. 22 h
Wirkstoffpeak (tmax)
Rosuvastatin oral: ca. 5 h Ezetimib oral: 4–12 h Ezetimib-Glukuronid (aktiv): 1–2 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.