Esketamin
EscetexEskelanEsketivKetanest SSpravato
Akutmedizin / Notfallmedikamente
Anästhetikum
Indikation
Einleitung/Aufrechterhaltung Allgemeinanästhesie; Anästhesie + Analgesie in der Notfallmedizin; Ergänzung Regional-/Lokalanästhesie
Dosierung
Narkose-Einleitung 0,5–1mg/kg i.v. bzw. 2–4mg/kg i.m.
Notfall-Analgesie: 0,125–0,25mg/kg langsam i.v. bzw. 0,25–0,5mg/kg i.m.
Schock/Polytrauma: Dosis halbieren. Speichelfluss mit Atropin
Nebenwirkungen
Häufig (16)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Anstieg der Herzfrequenz, Anstieg des Blutdrucks, Aufwachreaktionen, Erbrechen, Erhöhte Mucussekretion, Erhöhter Sauerstoffverbrauch, Erhöhter Speichelfluss, Erhöhung des Gefäßwiderstandes im Lungenkreislauf, Laryngospasmus, Lebhafte Träume, Motorische Unruhe, Schwindel, Sehstörungen, Temporäre Atemdepression, Temporäre Tachykardie, Übelkeit
Gelegentlich (9)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Doppeltsehen, Erythem an der Injektionsstelle, Exanthem, Hirndrucksteigerung, Morbilliforme Hautrötung, Nystagmus, Schmerzen an der Injektionsstelle, Tonische und klonische Kontraktionen, Zunahme des intraokularen Drucks
Selten (4)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Anaphylaktische Reaktion, Arrhythmie, Bradykardie, Hypotonie
Nicht bekannt (6)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Abnormaler Leberfunktionstest, Angst, Arzneimittelinduzierte Leberschädigung, Dysphorie, Halluzinationen, Orientierungsstörung
Kontraindikationen
Zustände mit gefährlichem RR-/Hirndruck-Anstieg, manifeste ischämische Herzerkrankung (als Mono-Anästhetikum), (Prä-)Eklampsie, Kombination mit Xanthinderivaten/Ergometrin
Wechselwirkungen
Xanthine/Ergometrin (KI); Benzodiazepine (dämpfen Aufwachreaktionen); halogenierte Anästhetika
Wirkungsmechanismus
Nichtkompetitiver NMDA-Rezeptor-Antagonist → dissoziative Anästhesie + Analgesie; kreislaufstabil/sympathomimetisch, bronchodilatatorisch. S-Enantiomer ~2× potenter als racemisches Ketamin
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine spezifische Anpassung; Leber: reduzieren (hepatische Clearance)
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine hinreichenden Daten, im Tierversuch reproduktionstoxisch — darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden außer der Nutzen für die Mutter überwiegt; passiert die Plazenta, bei Geburtseinsatz neonatale Atemdepression möglich (kontraindiziert bei Eklampsie/Präeklampsie). Stillzeit: Milchübergang, Wirkung auf das Kind bei therapeutischen Dosen aber unwahrscheinlich.
Halbwertszeit
79–186 min (terminal)
Wirkstoffpeak (tmax)
i.m.: ca. 25 min
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.