Escitalopram
Cipralex®Escitalopram®Pramulex
Psychiatrie – Antidepressiva
SSRI
Indikation
Depression (Major Depression); Panikstörung ± Agoraphobie; soziale Angststörung; generalisierte Angststörung; Zwangsstörung
Dosierung
10mg 1x/d, max 20mg; Panik: Start 5mg (1. Woche) → 10mg; >65 J.: Start 5mg, max 10mg; Wirkeintritt 2–4 Wochen
Nebenwirkungen
Sehr häufig (2)
— ≥ 1/10
Kopfschmerzen, Übelkeit
Häufig (24)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Anorgasmie, Anormale Träume, Arthralgie, Diarrhoe, Ejakulationsstörungen, Erbrechen, Fieber, Gähnen, Impotenz, Mundtrockenheit, Myalgie, Müdigkeit, Obstipation, Parästhesie, Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Schwindel, Sinusitis, Tremor, Vermehrtes Schwitzen, Verminderter Appetit, Verringerte Libido, Ängstlichkeit
Gelegentlich (23)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Ausschlag, Epistaxis, Gastrointestinale Blutungen, Geschmacksstörungen, Gewichtsabnahme, Haarausfall, Juckreiz, Menorrhagie, Metrorrhagie, Mydriasis, Nervosität, Nächtliches Zähneknirschen, Panikattacken, Rektale Blutungen, Schlafstörungen, Sehstörungen, Synkope, Tachykardie, Tinnitus, Unruhe, Urtikaria, Verwirrtheit, Ödeme
Selten (6)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Aggression, Anaphylaktische Reaktion, Bradykardie, Depersonalisation, Halluzinationen, Serotonin Syndrom
Nicht bekannt (25)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Akathisie, Angioödem, Anorexie, Anormaler Leberfunktionstest, Bewegungsstörungen, Dyskinesien, Ekchymosen, Galaktorrhö, Harnretention, Hepatitis, Hyperprolaktinämie, Hyponatriämie, Inadäquate ADH-Sekretion, Krämpfe, Manie, Orthostatische Hypotonie, Postpartale Hämorrhagie, Priapismus, Psychomotorische Unruhe, Suizidgedanken, Suizidverhalten, Thrombocytopenie, Torsade de Pointes, Ventrikuläre Arrhythmie, Verlängertes QT im EKG
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit; bekannte QT-Verlängerung/Long-QT-Syndrom; QT-verlängernde Arzneimittel; MAO-Hemmer (irrev. & rev. inkl. Linezolid)
Wechselwirkungen
MAO-Hemmer (Serotoninsyndrom!); QT-verlängernde Mittel; Pimozid; serotonerge Substanzen/Triptane/Tramadol; CYP2C19-Hemmer (Spiegel↑)
Wirkungsmechanismus
SSRI; selektive Hemmung des Serotonin-Transporters (SERT) → synaptisches Serotonin↑ → antidepressiv, anxiolytisch; S-Enantiomer von Citalopram
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Leicht–mittel: keine Anpassung · CrCl <30: Vorsicht (begrenzte Daten)
Schwangerschaft & Stillzeit
Begrenzte Daten — in der Schwangerschaft nur bei unbedingter Notwendigkeit nach Nutzen-Risiko-Abwägung, plötzliches Absetzen vermeiden. Im 3. Trimenon neonatale Anpassungs-/Entzugssymptome und erhöhtes PPHN-Risiko; Anwendung kurz vor Geburt erhöht das Risiko postpartaler Blutungen. Stillzeit: Übergang in die Muttermilch anzunehmen — nicht empfohlen.
Halbwertszeit
ca. 30 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 4 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.