Erythromycin
Erythrocin - LactobionatErythrocin®
Antibiotika – Makrolide
Makrolid
Indikation
Atypische Pneumonie (Chlamydien, Mykoplasmen, Legionellen), Keuchhusten, Diphtherie, Chlamydien-Urethritis; Alternative bei Beta-Lactam-Allergie (Otitis, Sinusitis, Erysipel, Scharlach)
Dosierung
i.v.-Infusion (≥60 min): 15–20 mg/kg/Tag (1–2 g) in 3–4 Gaben; max. 4 g/Tag. Kein Bolus, kein i.m.
Nebenwirkungen
Häufig (9)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Anorexie, Bauchschmerzen, Blähungen, Brechreiz, Durchfall, Erbrechen, Krämpfe, Weiche Stühle, Übelkeit
Gelegentlich (5)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Durch resistente Bakterien oder Pilze verursachte Superinfektionen, Hautrötung, Pruritus, Urtikarielles Exanthem, Überempfindlichkeit
Selten (5)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Allergisches Ödem/Angioödem, Arzneimittelfieber, Cholestase, Cholestatische Gelbsucht, Gelenkschwellungen
Sehr selten (14)
— < 1/10.000
Anaphylaktische Reaktion inklusive anaphylaktischer Schock, Demaskierung bzw. Verschlimmerung einer Myasthenia gravis, Erythema multiforme, Hepatitis, Hepatomegalie, Interstitielle Nephritis, Leberversagen, Pankreatitis, Spastisch-hypertrophische Pylorusstenose bei Kindern, Stevens-Johnson-Syndrom, Taubheit, Tinnitus, Toxisch-epidermale Nekrolyse, Vorübergehender Hörverlust
Nicht bekannt (25)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), Brustschmerzen, Diplopie, Dyspnoe (inklusive asthmatischer Zustände), Eosinophilie, Halluzinationen, Herzstillstand, Hypotonie, Kammerflimmern, Kopfschmerz, Kopfschmerzen, Krampfanfälle, Oberbauchbeschwerden, Pseudomembranöse Kolitis, Pyrexie, QT-Verlängerung im Elektrokardiogramm, Rhabdomyolyse, Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, Sehstörungen, Torsade de pointes, Unwohlsein, Ventrikuläre Tachykardien, Verschwommenes Sehen, Verwirrtheitszustände
Kontraindikationen
Makrolid-Allergie, schwere Leberinsuffizienz, QT-Verlängerung/Arrhythmie, Elektrolytstörung; gleichzeitig Ergotamin, Simvastatin/Lovastatin/Atorvastatin, QT-verlängernde Substanzen
Wechselwirkungen
Starker CYP3A4-Hemmer → Spiegel↑ von Statinen (Rhabdomyolyse!), Midazolam, Digoxin, Carbamazepin, Ciclosporin, Cumarine; QT-additiv; Verapamil (Hypotonie/Bradykardie)
Wirkungsmechanismus
Makrolid; bindet an 50S-Untereinheit des Ribosoms → Hemmung der Proteinbiosynthese, bakteriostatisch
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Ab mäßiger NI (Krea ≥2 mg/dl bis Anurie): max. 2 g/Tag. Hohe Dosen + NI → Hörverlust-Risiko. Nicht hämodialysierbar, keine Zusatzdosis
Schwangerschaft & Stillzeit
Widersprüchliche Daten, mögl. Risiko für Lippen-Gaumenspalten/kardiale Fehlbildungen; nur bei zwingender Indikation. Stillzeit: Milchübergang ~50 %, Pylorusstenose-Risiko — Nutzen-Risiko-Abwägung
Halbwertszeit
ca. 1–2 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.