Epoetin alfa
AbseamedBinocrit®ERYPO
Supplemente & Vitamine
Erythropoetin
Indikation
Renale Anämie (CKD), Chemotherapie-induzierte Anämie, präoperative Eigenblutspende.
Dosierung
Einleitung: 10.000IE 1x/Woche s.c. für 4 Wochen
Kontrolle: in 5. Woche Laborkontrolle inkl. Haptoglobinspiegel
Erhaltung: 10.000IE 1x/1-4 Wochen
Zielbereich: Hb 10-11g/dL
Nebenwirkungen
Sehr häufig (4)
— ≥ 1/10
Diarrhoe, Erbrechen, Fieber, Übelkeit
Häufig (14)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Arterielle Thrombosen, Arthralgie, Ausschlag, Grippeähnliche Symptome, Husten, Hypertonie, Knochenschmerzen, Kopfschmerzen, Myalgie, Periphere Ödeme, Reaktion an der Injektionsstelle, Schmerzen in den Extremitäten, Schüttelfrost, Venöse Thrombosen
Gelegentlich (5)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Hyperkaliämie, Kongestion der Atemwege, Krampfanfälle, Urtikaria, Überempfindlichkeit
Selten (5)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Akute Porphyrie, Anaphylaktische Reaktion, Erythroblastopenie, Erythropoetin-Antikörper positiv, Thrombozythämie
Nicht bekannt (3)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Angioneurotisches Ödem, Arzneimittel unwirksam, Hypertensive Krise
Kontraindikationen
Unkontrollierte Hypertonie, Hb-Ziel >12 g/dL (Thromboserisiko).
Wechselwirkungen
Erhöhter Eisenbedarf (Substitution oft nötig).
Wirkungsmechanismus
Rekombinantes Erythropoetin → Stimulation der Erythropoese im Knochenmark.
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine feste Dosisanpassung; Dosis Hb-gesteuert titrieren (Ziel-Hb 10–12 g/dL). Bei Dialysepatienten höherer Bedarf möglich; Eisenstatus sicherstellen
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine ausreichenden kontrollierten Studien bei Schwangeren, im Tierversuch reproduktionstoxisch — in der Schwangerschaft nur anwenden, wenn der mögliche Nutzen das mögliche Risiko für den Föten rechtfertigt. Stillzeit: unzureichende Daten, Anwendung nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung.
Halbwertszeit
i.v.: ca. 4 h
s.c.: ca. 24 h
Wirkstoffpeak (tmax)
s.c.: 12–18 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.