Eplerenon
Eplerenon +pharma®EplezotInspra®
Diuretika
MRA
Indikation
HFrEF nach Myokardinfarkt (LVEF ≤40% + HI-Zeichen) und chronische Herzinsuffizienz NYHA II (LVEF ≤30%) – zusätzlich zur Standardtherapie (Mortalität↓)
Dosierung
Start 25mg 1×/d, Zieldosis 50mg 1×/d (innerhalb ~4 Wochen), kaliumgesteuert; Start nur bei Kalium ≤5,0 mmol/l
Nebenwirkungen
Häufig (21)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Asthenie, Benommenheit, Durchfall, Erbrechen, Erhöhter Blutharnstoffwert, Erhöhter Serumkreatininwert, Hautausschlag, Husten, Hypercholesterinämie, Hyperkaliämie, Hypotonie, Kopfschmerzen, Linksherzinsuffizienz, Muskelkrämpfe, Nierenfunktionsbeeinträchtigung, Pruritus, Rückenschmerzen, Synkope, Verstopfung, Vorhofflimmern, Übelkeit
Gelegentlich (21)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Angioödem, Arterielle Thrombose in den Gliedmaßen, Blähungen, Cholecystitis, Dehydrierung, Eosinophilie, Erhöhter Blutzuckerwert, Gynäkomastie, Hypertriglyzeridämie, Hyponatriämie, Hypothyreose, Hypästhesie, Infektion, Pharyngitis, Pyelonephritis, Schlaflosigkeit, Skelettmuskelschmerzen, Tachykardie, Unwohlsein, Verminderter Wert für den epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor, Übermäßiges Schwitzen
Kontraindikationen
Kalium >5,0 mmol/l bei Start, schwere Niereninsuffizienz (CrCl <30), schwere Leberinsuffizienz (Child C), gleichzeitig starke CYP3A4-Hemmer oder kaliumsparende Diuretika/Kaliumsupplemente
Wechselwirkungen
Kaliumsparer/ACE-Hemmer/Sartane/Kalium (Hyperkaliämie!); starke CYP3A4-Hemmer (Ketoconazol/Clarithromycin – Spiegel↑↑); NSAR
Wirkungsmechanismus
Selektiver Mineralokortikoidrezeptor-Antagonist (MRA); blockiert Aldosteron am MR → Na⁺-Ausscheidung↑, K⁺-Retention; selektiver als Spironolacton (kaum antiandrogen)
Dosierung bei Niereninsuffizienz
CrCl <30: kontraindiziert; CrCl 30–60: vorsichtig, engmaschige Kaliumkontrolle
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine bzw. beschränkte Humandaten, im Tierversuch keine negativen Auswirkungen — nur mit Vorsicht in der Schwangerschaft. Stillzeit: Milchgängigkeit beim Menschen unbekannt (im Tierversuch nachgewiesen) — Abstillen vs. Absetzen abwägen.
Halbwertszeit
ca. 3–6 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 1,5–2 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.