Enalapril
AQUMELDIEnac HexalEnalapril®MeprilRenistadRenitec®
Kardiologie – ACE-Hemmer & Sartane
ACE-Hemmer
Indikation
Arterielle Hypertonie, Herzinsuffizienz, asymptomatische LV-Dysfunktion
Dosierung
Hypertonie: 5-20mg 1x/d, (oder Dosisverteilt auf 2x/d)
Herzinsuffizienz: Start 2,5mg 1-0-1
max 20mg/d
Nebenwirkungen
Sehr häufig (5)
— ≥ 1/10
Asthenie, Husten, Schwindel, Verschwommenes Sehen, Übelkeit
Häufig (17)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Angina pectoris, Anstieg von Serum-Kreatinin, Bauchschmerzen, Brustschmerz, Depression, Diarrhö, Dyspnoe, Geschmacksstörungen, Hautausschlag, Herzrhythmusstörungen, Hyperkaliämie, Hypotonie einschließlich orthostatischer Hypotonie, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Synkope, Tachykardie, Überempfindlichkeit/Angioödem
Gelegentlich (39)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Alopezie, Anstieg von Serum-Harnstoff, Anämie einschließlich aplastischer und hämolytischer Anämie, Appetitlosigkeit, Bronchospasmus/Asthma, Diaphorese, Dyspepsie, Erbrechen, Fieber, Flush, Halsschmerzen und Heiserkeit, Hypoglykämie, Hyponatriämie, Ileus, Impotenz, Magenreizung, Mundtrockenheit, Muskelkrämpfe, Myokardinfarkt, Nervosität, Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen, Obstipation, Orthostatische Hypotonie, Palpitationen, Pankreatitis, Parästhesien, Peptisches Ulkus, Proteinurie, Pruritus, Rhinorrhö, Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Tinnitus, Unwohlsein, Urtikaria, Vertigo, Verwirrtheitszustände, Zerebraler Insult
Selten (31)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Abnahme von Hämatokrit, Abnahme von Hämoglobin, Abnorme Träume, Agranulozytose, Allergische Alveolitis/eosinophile Pneumonie, Anstieg der Leberenzyme, Anstieg von Serum-Bilirubin, Autoimmunkrankheiten, Cholestase (einschließlich Ikterus), Erythema multiforme, Erythrodermie, Exfoliative Dermatitis, Glossitis, Gynäkomastie, Hepatische Nekrose, Hepatitis (hepatozellulär oder cholestatisch), Knochenmarksdepression, Leberversagen, Lymphknotenschwellung, Neutropenie, Oligurie, Panzytopenie, Pemphigus, Pulmonale Infiltrate, Raynaud-Syndrom, Rhinitis, Schlafstörungen, Stevens-Johnson-Syndrom, Stomatitis/aphthöse Ulzerationen, Thrombozytopenie, Toxische epidermale Nekrolyse
Sehr selten (1)
— < 1/10.000
Intestinales Angioödem
Nicht bekannt (1)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Syndrom der inadäquaten antidiuretischen Hormonsekretion (SIADH)
Kontraindikationen
Schwangerschaft (teratogen!), Angioödem in Anamnese, beidseitige Nierenarterienstenose, gleichzeitig Aliskiren bei Diabetes/Niereninsuffizienz
Wechselwirkungen
Kaliumsparer/Kalium/Heparin (Hyperkaliämie!); NSAR (Nierenfunktion↓); Lithium (Spiegel↑); Insuline/OAD (Hypoglykämie↑)
Wirkungsmechanismus
ACE-Hemmer (Prodrug → Enalaprilat); hemmt Angiotensin-Converting-Enzyme → Angiotensin II↓, Bradykinin↑ → Vasodilatation, Blutdruck↓, Nachlast↓
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR <30: Startdosis reduzieren (z. B. 2,5mg/d), Kreatinin und Kalium überwachen
Schwangerschaft & Stillzeit
Im 1. Trimenon nicht empfohlen, im 2./3. Trimenon kontraindiziert. Fetotoxisch (Nierenfunktion↓, Oligohydramnion, Schädelossifikation) und neonatal-toxisch; Oligohydramnion kann Kontrakturen/Lungenhypoplasie verursachen. Bei Schwangerschaft sofort absetzen. Stillzeit: bei Früh-/Neugeborenen nicht empfohlen, sonst unter Überwachung erwägbar.
Halbwertszeit
aktiver Metabolit Enalaprilat: 11 h (effektive Akkumulations-HWZ)
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: innerhalb 1 h
aktiver Metabolit Enalaprilat: ca. 4 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.