Empagliflozin
Jardiance®
Diabetes mellitus
SGLT2-Hemmer
Indikation
DM Typ 2 (v.a. bei Herzinsuffizienz und/oder CKD – Organprotektion!); chronische Herzinsuffizienz (HFrEF & HFpEF); chronische Nierenkrankheit
Dosierung
10mg 1-0-0; bei DM ggf. ↑ 25mg (nur eGFR ≥60); HI & CKD: immer 10mg
Nebenwirkungen
Sehr häufig (2)
— ≥ 1/10
Hypoglykämie, Volumenmangel
Häufig (12)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Balanitis und andere genitale Infektionen, Durst, Harnwegsinfektion, Hautausschlag, Obstipation, Pruritus (generalisiert), Pyelonephritis, Serumlipide erhöht, Urosepsis, Vaginale Candidiasis, Verstärkte Harnausscheidung, Vulvovaginitis
Gelegentlich (7)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Angioödem, Dysurie, Glomeruläre Filtrationsrate vermindert, Hämatokrit erhöht, Ketoazidose, Kreatinin im Blut erhöht, Urtikaria
Selten (1)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Nekrotisierende Fasziitis des Perineums (Fournier-Gangrän)
Sehr selten (1)
— < 1/10.000
Tubulointerstitielle Nephritis
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit; Typ-1-Diabetes & diabet. Ketoazidose (nicht anwenden); Beginn nicht <20 ml/min; vor OP pausieren
Wechselwirkungen
Diuretika (Dehydratation↑, Hypotonie); Insulin/Sulfonylharnstoff (Hypoglykämie → ggf. Dosis↓); keine relevanten CYP-Interaktionen
Wirkungsmechanismus
SGLT2-Inhibitor; hemmt renalen Natrium-Glukose-Cotransporter 2 im proximalen Tubulus → Glukosurie↑, Blutzucker↓; kardio- und nephroprotektiv
Dosierung bei Niereninsuffizienz
eGFR <60: max 10mg/d
eGFR <45: antidiabet. Wirkung↓, ggf. Zusatztherapie
eGFR <30: antidiabet. Wirkung bleibt wahrscheinlich aus
Beginn nicht <20
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine Humandaten, im Tierversuch postnatale Entwicklungsstörungen — Schwangerschaft aus Vorsicht vermeiden. Stillzeit: nicht anwenden.
Halbwertszeit
ca. 12,4 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 1,5 h (Median)
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.