Dutasterid
AvodartDutaglandin
Urologie
BPH,5-alpha-Reduktase-Hemmer
Indikation
Benigne Prostatahyperplasie (BPH): Symptomlinderung, Reduktion des Risikos für akute Harnverhaltung und BPH-Operationen; mono oder mit Tamsulosin.
Dosierung
0,5 mg (1 Kapsel) einmal täglich, unzerkaut. Wirkeintritt verzögert (über Monate).
Nebenwirkungen
Häufig (4)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Beschwerden in der Brust, Ejakulationsstörungen, Impotenz, Veränderte (verringerte) Libido
Gelegentlich (2)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Alopezie (primär Verlust der Körperbehaarung), Hypertrichose
Nicht bekannt (8)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Allergische Reaktionen, Angioödem, Depression, Hautausschlag, Juckreiz, Lokale Ödeme, Schmerzen und Schwellung der Hoden, Urtikaria
Kontraindikationen
Frauen, Kinder und Jugendliche; Überempfindlichkeit; schwere Leberinsuffizienz.
Wechselwirkungen
Starke CYP3A4-Hemmer (Ritonavir, Ketoconazol, Verapamil, Diltiazem) erhöhen den Spiegel. Senkt den PSA-Wert um ~50 % – bei PSA-Interpretation berücksichtigen.
Wirkungsmechanismus
Dualer 5-alpha-Reduktase-Hemmer (Typ 1 und 2) → hemmt Umwandlung von Testosteron zu Dihydrotestosteron (DHT) → Prostataverkleinerung.
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz erforderlich.
Schwangerschaft & Stillzeit
Kontraindiziert bei Frauen. Schwangere dürfen zerbrochene/undichte Kapseln nicht berühren (Resorption → Risiko für männlichen Fötus). Keine Blutspende während und 6 Monate nach Therapie.
Halbwertszeit
ca. 3–5 Wochen
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 1–3 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.