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Duloxetin

Cymbalta®DulasolanDuloxetin®DutiloxXeristar
Psychiatrie – Antidepressiva
SNRI
Indikation
Depression (Major Depression); generalisierte Angststörung; Schmerzen bei diabetischer Polyneuropathie
Dosierung
Depression: 60mg 1x/d (Start = Erhaltung); GAD: Start 30mg → 60mg; max 120mg/d; unabhängig von Mahlzeit; nie abrupt absetzen
Nebenwirkungen
Sehr häufig (4) — ≥ 1/10
Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Schläfrigkeit, Übelkeit
Häufig (35) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Abdominalschmerzen, Abnormale Träume, Abnormaler Orgasmus, Agitiertheit, Angst, Blutdruckanstieg, Diarrhoe, Dyspepsie, Dysurie, Ejakulationsstörungen, Erbrechen, Erektile Dysfunktion, Erröten, Flatulenz, Gewichtsabnahme, Gähnen, Hautausschlag, Herzklopfen, Lethargie, Libidoverminderung, Muskelkrämpfe, Muskuloskeletale Schmerzen, Müdigkeit, Obstipation, Paraesthesien, Pollakisurie, Schlaflosigkeit, Schwindel, Stürze, Tinnitus, Tremor, Unscharfes Sehen, Vermehrtes Schwitzen, Verminderter Appetit, Verzögerte Ejakulation
Gelegentlich (67) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
ALT erhöht, AST erhöht, Akathisie, Akute Leberschädigung, Alkalische Phosphatase erhöht, Apathie, Aufmerksamkeitsstörung, Aufstoßen, Brustschmerzen, Durst, Dyskinesie, Dysphagie, Engegefühl Rachen, Epistaxis, Erhöhte Leberenzymwerte, Erhöhte Neigung zu Blutergüssen, Erhöhter Kaliumspiegel im Blut, Gangstörung, Gastritis, Gastroenteritis, Gastrointestinale Blutungen, Geschmacksstörung, Gewichtszunahme, Gynäkologische Blutungen, Harnverhalten, Harnverzögerung, Hepatitis, Hitzegefühl, Hodenschmerzen, Hyperglykämie, Hypertonie, Kalte Extremitäten, Kalter Schweiß, Kontakt-Dermatitis, Kreatinphosphokinase-Anstieg im Blut, Kältegefühl, Laryngitis, Lichtüberempfindlichkeit der Haut, Menstruationsstörungen, Muskelsteifigkeit, Muskelzuckungen, Mydriasis, Myoklonus, Nachtschweiß, Nervosität, Nykturie, Ohrenschmerzen, Orthostatische Hypotonie, Polyurie, Restless Legs-Syndrom, Schlafstörungen, Schlechter Schlaf, Schüttelfrost, Sehstörungen, Sexuelle Dysfunktion, Suizidgedanken, Supraventrikuläre Arrhythmien, Synkope, Tachykardie, Unbehagen, Unwohlsein, Urtikaria, Verminderter Harnfluss, Vertigo, Verwirrtheit, Vorhofflimmern, Zähneknirschen
Selten (33) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Abnormaler Uringeruch, Aggression und Wut, Anaphylaktische Reaktion, Angioödem, Dehydratation, Eosinophile Pneumonie, Erhöhter Cholesterinspiegel im Blut, Extrapyramidale Symptome, Galaktorrhoe, Glaukom, Halluzinationen, Hyperprolaktinämie, Hypertensive Krise, Hyponatriämie, Hypothyreose, Hämatochezie, Ikterus, Interstitielle Lungenerkrankung, Krampf der Kaumuskulatur, Krampfanfälle, Leberinsuffizienz, Manie, Menopausale Symptome, Mikroskopische Kolitis, Mundgeruch, Postpartale Hämorrhagie, Psychomotorische Unruhe, Serotonin-Syndrom, Stevens-Johnson Syndrom, Stomatitis, Suizidales Verhalten, Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion, Überempfindlichkeitsreaktion
Sehr selten (1) — < 1/10.000
Kutane Vaskulitis
Nicht bekannt (1) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Stress-Kardiomyopathie (Tako-Tsubo-Kardiomyopathie)
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit; MAO-Hemmer; Lebererkrankung mit Funktionseinschränkung; starke CYP1A2-Hemmer (Fluvoxamin, Ciprofloxacin, Enoxacin); GFR <30; unkontrollierte Hypertonie
Wechselwirkungen
MAO-Hemmer (kontraindiziert!); Fluvoxamin/Ciprofloxacin/Enoxacin (CYP1A2 → Spiegel↑↑, kontraindiziert); serotonerge Substanzen/Triptane/Tramadol (Serotoninsyndrom); Antikoagulantien/NSAR (Blutung↑)
Wirkungsmechanismus
SNRI; hemmt Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahme → antidepressiv, anxiolytisch, analgetisch (Neuropathie)
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR 30–80: keine Anpassung · GFR <30: kontraindiziert
Schwangerschaft & Stillzeit
Große Studien ohne insgesamt erhöhtes Fehlbildungsrisiko — nur wenn Nutzen das Risiko rechtfertigt. Spätschwangerschaft: erhöhtes Frühgeburtsrisiko, PPHN nicht ausschließbar, postpartale Blutungen, neonatale Entzugssymptome. Stillzeit: minimaler Milchübergang — nicht empfohlen.
Halbwertszeit
ca. 12 h (8–17 h)
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 6 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.