Doxycyclin
Doxycyclin®DoxydynLigosanORAYCEAVibramycin®
Antibiotika – Tetracycline
Tetracyclin
Indikation
Atypische Pneumonie, Bronchitis, Sinusitis; Chlamydien/nicht-gonorrh. Urethritis, Prostatitis; Lyme-Borreliose Stadium I; Rickettsiosen (Mittel der Wahl); Cholera; Akne; Malaria-Prophylaxe/-Therapie
Dosierung
Tag 1: 200mg, dann 100mg 1x/d (schwer: 200mg 1x/d); ≥70kg: 200mg/d; immer mit viel Wasser (nicht Milch), aufrecht, nicht vor dem Schlafengehen
Nebenwirkungen
Häufig (11)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Anaphylaktische Reaktion, Anaphylaktischer Schock, Anaphylaktoide Reaktion, Angioödem, Erbrechen, Exazerbation eines systemischen Lupus erythematodes, Kopfschmerzen, Meteorismus, Steatorrhoe, Übelkeit, Überempfindlichkeit
Gelegentlich (10)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Blutgerinnungsstörungen, Dyspepsie (Sodbrennen/Gastritis), Erythematöser Ausschlag, Heiserkeit, Hämaturie, Makulopapulärer Ausschlag, Mund- und Rachenschleimhautentzündung, Photosensitivitätsreaktion mit Erythem, Hautödem und Blasenbildung, Reversible Knochenwachstumsverzögerung, Schwarze Haarzunge
Selten (45)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Abnormale Leberfunktion, Angstzustände, Arthralgie, Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Atypische Lymphozyten und toxische Granulationen der Granulozyten, Bauchschmerzen, Benigne intrakranielle Drucksteigerung (Pseudotumor cerebri), Diarrhoe, Durch Clostridium difficile bedingte Colitis, Dysphagie, Enterocolitis, Entzündliche Veränderungen im Anogenitalbereich, Eosinophilie, Erhöhte BUN-Werte, Erythema multiforme, Exfoliative Dermatitis, Fixes Arzneimittelexanthem, Flush, Glossitis, Hepatitis, Hyperpigmentierung der Haut, Hämolytische Anämie, Jarisch-Herxheimer-Reaktion, Lebertoxizität, Leukozytose, Lymphadenopathie, Lymphozytopenie, Mikroskopische bräunlich-schwarze Verfärbung der Schilddrüse, Myalgie, Nagelablösung und -verfärbung, Neutropenie, Pankreatitis, Parästhesien, Pseudomembranöse Colitis, Sehstörung, Stevens-Johnson-Syndrom, Störung bzw. Verlust der Geruchs- und Geschmacksempfindung, Thrombozytopenie, Tinnitus, Toxische epidermale Nekrolyse, Unruhe, Verminderter Appetit, Vorwölbung der Fontanellen bei Kleinkindern, Ösophagealer Ulcus, Ösophagitis
Sehr selten (6)
— < 1/10.000
Akutes Nierenversagen, Anurie, Interstitielle Nephritis, Krampfanfälle, Nierenschädigung, Passagere Myopie
Nicht bekannt (1)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Zahnverfärbung
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit (Tetracycline); Kinder <8 Jahre; Schwangerschaft & Stillzeit; schwere Leberschädigung; gleichzeitig Isotretinoin
Wechselwirkungen
Antazida/Milchprodukte/Eisen/Calcium (Resorption↓ – 2h Abstand!); Warfarin (INR↑); Carbamazepin/Phenytoin/Rifampicin (Spiegel↓); Isotretinoin (kontraindiziert)
Wirkungsmechanismus
Tetracyclin; bindet 30S-Ribosomenuntereinheit → hemmt Aminoacyl-tRNA-Bindung → Proteinbiosynthese↓; bakteriostatisch; breites Spektrum inkl. atypische Erreger
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz (auch Dialyse – HWZ unverändert)
Schwangerschaft & Stillzeit
Kann beim Fötus Zahnverfärbungen und Skelettentwicklungsstörungen verursachen. Nur nach strengster Indikation, wenn kein anderes Antibiotikum möglich ist. Stillzeit: Milchübergang — nicht anwenden.
Halbwertszeit
18–22 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 2 h
Fachinformation öffnen ↗
Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
⚠️ Haftungsausschluss: Alle Informationen auf AccessMed wurden nach
bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Trotz sorgfältiger Recherche können Fehler, Unvollständigkeiten oder
veraltete Angaben nicht ausgeschlossen werden. Die Inhalte ersetzen keine professionelle
medizinische oder pharmazeutische Beratung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben
wird keine Haftung übernommen. Im Zweifelsfall sind stets aktuelle Fachinformationen,
Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.