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Dobutamin

Dobutamin
Akutmedizin / Notfallmedikamente
Inotropikum
Indikation
Kardiale Dekompensation mit eingeschränkter Kontraktilität; kardiogener Schock (Herzversagen + Hypotonie); Dobutamin-Stressechokardiographie
Dosierung
2,5–10 µg/kg/min i.v. als Perfusor (max. 40), nach Wirkung titrieren. Nur als Dauerinfusion (kurze HWZ), am Ende ausschleichen
Nebenwirkungen
Sehr häufig (4) — ≥ 1/10
Anstieg der Herzfrequenz von ≥ 30 Schlägen/Min, Elektrokardiogramm ST-Streckenhebung, Pectanginöse Beschwerden, Ventrikuläre Extrasystolen
Häufig (22) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Blutdruckabfall, Blutdruckanstieg von ≥ 50 mmHg, Bronchospasmus, Eosinophile Myokarditis, Eosinophilie, Erhöhte Kammerfrequenz bei Vorhofflimmern, Fieber, Hautausschlag, Herzklopfen, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Lokale Entzündungen bei paravenöser Infiltration, Phlebitis an der Infusionsstelle, Supraventrikuläre Extrasystolen, Thoraxschmerzen, Thrombozytenaggregationshemmung, Vasokonstriktion, Ventrikuläre Rhythmusstörungen, Ventrikuläre Tachykardie, Vermehrter Harndrang, Übelkeit, Überempfindlichkeitsreaktionen
Gelegentlich (7) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Allergische Reaktionen, Anaphylaxie, Asthmaanfälle, Kammerflimmern, Myokardinfarkt, Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstrakts, Vorhofflimmern
Sehr selten (12) — < 1/10.000
AV-Block II°, Auftreten eines intrakavitären Druckgradienten, Bradykardie, Hautnekrosen, Herzstillstand, Hyper- und hypotensive Blutdruckentgleisungen, Hypokaliämie, Koronare Vasospasmen, Myokardischämie, Myoklonus, Petechiale Blutungen, Tödliche Myokardruptur
Nicht bekannt (2) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Abfall des pulmonalen Kapillardrucks, Stress-Kardiomyopathie (Takotsubo-Syndrom)
Kontraindikationen
Mechanische Füllungs-/Ausflussbehinderung (Perikardtamponade, HOCM, schwere Aortenstenose), Hypovolämie, Phäochromozytom, Sulfit-Überempfindlichkeit
Wechselwirkungen
Betablocker (Wirkung↓); MAO-Hemmer/TZA; halogenierte Anästhetika (Arrhythmien)
Wirkungsmechanismus
Überwiegend β1-Adrenozeptor-Agonist → positiv inotrop (Kontraktilität↑), HZV↑, wenig Nachlasteffekt
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Titration nach Wirkung (keine spezifische Anpassung)
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine ausreichenden Daten, Plazentagängigkeit unklar — nur anwenden, wenn der Nutzen die Risiken für den Feten überwiegt und keine sichereren Alternativen verfügbar sind. Stillzeit: Milchübergang unbekannt — Stillen für die Behandlungsdauer unterbrechen.
Halbwertszeit
2–3 min
Wirkstoffpeak (tmax)
i.v.-Infusion: innerhalb von 10 min Wirkmaximum: innerhalb von 10 min
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
⚠️ Haftungsausschluss: Alle Informationen auf AccessMed wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Trotz sorgfältiger Recherche können Fehler, Unvollständigkeiten oder veraltete Angaben nicht ausgeschlossen werden. Die Inhalte ersetzen keine professionelle medizinische oder pharmazeutische Beratung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Haftung übernommen. Im Zweifelsfall sind stets aktuelle Fachinformationen, Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.