Dimenhydrinat
TravelgumVertirosan®Vertirotravel
Antihistaminika
H1 1. Gen
Indikation
Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen unterschiedlicher Ursache, insbesondere Reisekrankheit; vestibulärer Schwindel.
Dosierung
20-40 Tropfen (entsprechend 50-100mg) alle 4-6 Stunden
Tagesmaximaldosis 400mg
Nebenwirkungen
Sehr häufig (6)
— ≥ 1/10
Benommenheit, Muskelschwäche, Schwindelgefühl, Sedierung, Somnolenz, Verminderung der Aufmerksamkeit
Häufig (23)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Akkommodationsschwäche, Angstzustände, Beeinträchtigtes Nachtsehvermögen, Beeinträchtigtes räumliches Sehen, Durchfall, Epigastrische Schmerzen, Erbrechen, Erhöhung des Augeninnendruckes, Erregung, Harnentleerungsstörungen, Nervosität, Paradoxe ZNS-Stimulation, Photophobie, Schlaflosigkeit, Sehstörungen, Stimmungsschwankungen, Tachykardie, Trockene Mund- und Nasenschleimhaut, Unruhe, Verstopfte Nase, Verstopfung, Zittern, Übelkeit
Sehr selten (3)
— < 1/10.000
Agranulozytose, Hämolytische Anämie, Leukopenie
Nicht bekannt (8)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Allergische Reaktionen, Appetitlosigkeit, Blutdruckabfall, Koordinationsstörungen, Kopfschmerzen, Krämpfe, Leberfunktionsstörungen (cholestatischer Ikterus), Lichtempfindlichkeit der Haut
Kontraindikationen
Engwinkelglaukom, Prostatahyperplasie mit Restharn, Epilepsie/Krampfneigung, Phäochromozytom, Porphyrie, akutes Asthma; Körpergewicht < 6 kg.
Wechselwirkungen
Verstärkte Sedierung mit Alkohol/ZNS-Dämpfern; additive anticholinerge Wirkung; kann antiemetisch andere Warnsymptome (z.B. Ototoxizität von Aminoglykosiden) maskieren. MAO-Hemmer verstärken die Wirkung.
Wirkungsmechanismus
Salz aus Diphenhydramin und 8-Chlortheophyllin; sedierendes H1-Antihistaminikum der 1. Generation, dämpft Vestibularapparat und Brechzentrum (antiemetisch, antivertiginös).
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine spezifische Staffel; bei eingeschränkter Nierenfunktion vorsichtig anwenden.
Schwangerschaft & Stillzeit
Widersprüchliche Daten, kein klares teratogenes Signal (2640 exponierte Kinder) — nur anwenden, wenn nichtmedikamentöse Maßnahmen und sicherere Arzneimittel versagen; in den letzten Schwangerschaftswochen meiden (kann Wehen auslösen). Stillzeit: geht in die Muttermilch über, Irritabilität beim Kind möglich — absetzen oder abstillen.
Halbwertszeit
aktiver Metabolit Diphenhydramin: 9 h (7–12 h)
Wirkstoffpeak (tmax)
Diphenhydramin: innerhalb von 2–3 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.