Diltiazem
Diltiazem ratiopharm®
Kardiologie – Betablocker & Calciumantagonisten
Calciumantagonist
Indikation
KHK/Angina pectoris (inkl. vasospastisch); arterielle Hypertonie; Frequenzkontrolle bei supraventrikulären Tachykardien/Vorhofflimmern
Dosierung
180mg/d p.o. in 3 Dosen, bei Bedarf bis 360mg/d (retard 1–2×/d); nicht abrupt absetzen
Nebenwirkungen
Sehr häufig (1)
— ≥ 1/10
Periphere Ödeme
Häufig (15)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
AV-Block, Dyspepsie, Erythem, Exanthem, Flush, Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Müdigkeit, Obstipation, Palpitationen, Schenkelblock, Schwindel, Schwächegefühl, Unwohlsein, Übelkeit
Gelegentlich (14)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
ALP erhöht, ALT erhöht, AST erhöht, Bradykardie, Diarrhöe, Erbrechen, Erhöhte Leberenzyme, Gamma-GT erhöht, Halluzinationen, Insomnie, LDH erhöht, Nervosität, Orthostatische Hypotonie, Sodbrennen
Selten (2)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Mundtrockenheit, Urtikaria
Sehr selten (9)
— < 1/10.000
Eosinophilie, Herzminutenvolumenabnahme, Hyperglykämie, Hypotonie, Lupus Erythematodes-ähnliche Hautveränderungen, Lymphadenopathie, Potenzstörungen, Schwere allergische Reaktionen, Synkope
Nicht bekannt (22)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Akute generalisierte exanthematöse Pustulosis, Angioneurotisches Ödem, Depression, Desquamatives Erythem mit oder ohne Fieber, Erythema multiforme, Exfoliative Dermatitis, Extrapyramidale Syndrome, Gingivahyperplasie, Gynäkomastie, Hepatitis, Leukozytoklastische Vaskulitis, Lichenoide Keratose an lichtexponierten Hautarealen, Photosensibilität, Rash, SA-Block, Schwitzen, Stauungsherzinsuffizienz, Stevens-Johnson-Syndrom, Stimmungsschwankungen, Thrombozytopenie, Toxische epidermale Nekrolyse, Vaskulitis
Kontraindikationen
Kardiogener Schock, AV-Block II/III bzw. Sick-Sinus (ohne Schrittmacher), schwere Bradykardie (<40), Hypotonie (<90 syst.), mittelschwere/schwere Linksherzinsuffizienz mit Stauung, WPW mit VHF, i.v. Betablocker, Kombination mit Ivabradin, Schwangerschaft/Stillzeit
Wechselwirkungen
β-Blocker (AV-Block/Bradykardie); Digoxin/Ciclosporin (Spiegel↑); CYP3A4-Hemmung (Statine, Carbamazepin); Ivabradin (kontraindiziert)
Wirkungsmechanismus
Nicht-Dihydropyridin-Calciumantagonist (Benzothiazepin); blockiert L-Typ-Ca²⁺-Kanäle → negativ chrono-/dromotrop + Vasodilatation; zwischen Verapamil und Dihydropyridinen
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Übliche Dosierung; bei Bedarf nach Verträglichkeit anpassen
Schwangerschaft & Stillzeit
In Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert; im Tierversuch reproduktionstoxisch (Embryo-/Fetoletalität, Skelettanomalien). Bei Frauen im gebärfähigen Alter nur mit sicherer Kontrazeption. Stillzeit: Milchübergang — darf nicht angewendet werden.
Halbwertszeit
4–10 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 3–4 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.