Dihydrocodein
Paracodein®
Pneumologie – Bronchodilatatoren
Antitussivum
Indikation
Trockener Reizhusten
Dosierung
20mg (20 Tropfen) bis 3x/d p.o.; max. 120mg/d
Nebenwirkungen
Sehr häufig (4)
— ≥ 1/10
Erbrechen, Magen-Darm-Beschwerden, Obstipation, Übelkeit
Häufig (4)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Leichte Kopfschmerzen, Leichte Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, Somnolenz
Gelegentlich (8)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Allergische Reaktionen, Atemdepression, Beeinträchtigung der Atmung, Dyspnoe, Mundtrockenheit, Pruritus, Schlafstörungen, Urtikarielles Exanthem
Selten (3)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Quincke-Ödeme, Schwere allergische Reaktionen, Stevens-Johnson-Syndrom
Sehr selten (6)
— < 1/10.000
Angina pectoris, Euphorie, Funktionsstörungen der Augen, Kreislaufversagen, Miosis, Skotom
Kontraindikationen
Ateminsuffizienz, Asthma akut, Kinder <12 Jahre, Stillzeit
Wechselwirkungen
ZNS-Dämpfer: additive Sedierung. MAO-Hemmer: Kontraindiziert. CYP2D6-Inhibitoren: Wirkung↓
Wirkungsmechanismus
Schwaches Opioid — zentrale Hemmung des Hustenzentrums (Medulla oblongata) + schwache analgetische Wirkung; Prodrug → Morphin (CYP2D6)
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR <30: Dosisreduktion, verlängerte HWZ
Schwangerschaft & Stillzeit
Nur nach strenger Indikation, v.a. im 1. Trimenon (Codein-Assoziation mit Atemtrakt-Missbildungen). Bei nahender/drohender Frühgeburt kontraindiziert — plazentagängig, beim Neugeborenen Atemdepression; Langzeiteinnahme kann zu fetaler Opioidabhängigkeit und neonatalem Entzug führen. Stillzeit: geht in relevanter Menge in die Muttermilch über — nicht anwenden.
Fachinformation öffnen ↗
Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
⚠️ Haftungsausschluss: Alle Informationen auf AccessMed wurden nach
bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Trotz sorgfältiger Recherche können Fehler, Unvollständigkeiten oder
veraltete Angaben nicht ausgeschlossen werden. Die Inhalte ersetzen keine professionelle
medizinische oder pharmazeutische Beratung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben
wird keine Haftung übernommen. Im Zweifelsfall sind stets aktuelle Fachinformationen,
Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.