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Diclofenac

Arthrotec®Dedolor®Deflamat®Diclobene®Diclostad®RatioDolor®Solaraze®Voltaren®
Analgesie – Nichtopioidanalgetika
NSAR
Indikation
Entzündliche und degenerative Gelenkerkrankungen, postoperative Schmerzen, primäre Dysmenorrhoe, akute Gichtanfälle
Dosierung
50mg p.o. 1-1-1 retard: 75–100mg max. 150mg/d
Nebenwirkungen
Sehr häufig (4) — ≥ 1/10
Durchfall, Erbrechen, geringfügige Blutverluste, Übelkeit
Häufig (14) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Appetitlosigkeit, Bauchkrämpfe, Bauchschmerzen, Benommenheit, Blähungen, Dyspepsie, Erregung, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Leberfunktionsstörungen (Erhöhung der Serumtransaminasen), Müdigkeit, Reizbarkeit, Schwindel, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag und Hautjucken
Gelegentlich (15) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Ausbildung von Ödemen (insbesondere bei Patienten mit arterieller Hypertonie oder Niereninsuffizienz), Brustschmerzen, Hepatitis, Herzversagen, Ikterus, Kounis-Syndrom, Leberschäden verschiedenen Schweregrades, Magenulkus, Myokardinfarkt, Nierenfunktionsstörung, Palpitationen, Sehstörungen (Verschwommenoder Doppeltsehen), Transaminasenerhöhung, Urtikaria, Ödeme
Selten (11) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Asthma (einschließlich Dyspnoe), Gastritis, Haematemesis, Melaena, Tinnitus, Urtikaria, Vorübergehende Hörstörungen, blutiger Durchfall, gastrointestinale Blutungen, gastrointestinale Ulzera (unter Umständen mit Blutung und Durchbruch), Ödeme
Sehr selten (59) — < 1/10.000
Abgeschlagenheit, Agranulozytose), Akute Niereninsuffizienz, Albträume, Angioödem (einschl. Gesichtsödem), Angstgefühle, Blutdruckabfall bis hin zum bedrohlichen Schock, Bullöse Dermatitis, Colitis (einschließlich blutende Dickdarmentzündungen und Verstärkung von ulzerativen Dickdarmentzündungen oder Morbus Crohn), Depression, Desorientierung, Ekzeme, Erbrechen, Erytheme, Fieber, Fulminant verlaufende Hepatitis (auch ohne Prodromalsymptome), Gedächtnisstörungen, Glossitis, Halsschmerzen, Herzjagen, Hypertonie, Hämaturie, Kopfschmerzen, Krämpfe, Lebernekrose, Leberversagen, Leukopenie, Luftnot, Läsionen der Speiseröhre, Obstipation, Pankreatitis, Panzytopenie, Papillennekrose, Parästhesie, Pneumonitis, Proteinurie, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen, Sensibilitätsstörungen, Stomatitis, Störungen der Blutbildung (hämolytische und/oder aplastische Anämie, Störungen der Geschmacksempfindung, Symptomatik einer aseptischen Meningitis mit Nackensteifigkeit, Thrombozytopenie, Vaskulitis, Zittern, Zungenschwellung, diaphragmaartige intestinale Strikturen (bei oralen Darreichungsformen), grippeartige Beschwerden, innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, nephrotisches Syndrom, oberflächliche Wunden im Mund, psychotische Störungen, schwere Verlaufsformen von Hautreaktionen (Erythema, starke, tubulointerstitielle Nephritis, zerebrovaskuläre Ereignisse, Übelkeit
Nicht bekannt (3) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Arzneimittelexanthem, Fixes Arzneimittelexanthem, Ischämische Kolitis
Kontraindikationen
KHK, schwere HI, Nieren-/Leber-/Herzinsuffizienz, aktive Blutung, Hämatologische Erkrankungen, Kinder < 14 Jahren, 3. Trimenon der Schwangerschaft
Wechselwirkungen
Wie Ibuprofen: ACE-Hemmer, Lithium (Spiegel↑), Methotrexat (Toxizität↑!), Antikoagulantien (Blutungsrisiko↑)
Wirkungsmechanismus
COX-1/COX-2-Inhibitor (reversibel, COX-2-selektiver als Ibuprofen); hemmt Prostaglandin-Synthese → analgetisch, antiphlogistisch
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR<30: vermeiden GFR<10: kontraindiziert
Schwangerschaft & Stillzeit
1.+2. Trimenon nur bei zwingender Indikation, niedrigste Dosis/kürzeste Dauer; ab SSW 20 Oligohydramnion/Ductus-Konstriktion möglich. 3. Trimenon kontraindiziert. Stillzeit: kontraindiziert (Übergang in Muttermilch).
Halbwertszeit
1–2 h aktive Metaboliten: 1–3 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 2 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 07.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.