Dexamethason
Dexamethason®Fortecortin®NeofordexOZURDEX
Glukokortikoide
Glukokortikoid
Indikation
Hirnödem (peritumoral)
Übelkeit (Antiemetikum bei Chemotherapie)
schwere Entzündung
akuter Asthmaanfall
Hirnabszess
Dosierung
Hirnödem:
Initial i.v. Gabe
Bei Besserung 4–16mg p.o. alle 6h
Antiemetikum:
8mg vor Chemotherapie
Nebenwirkungen
Nicht bekannt (105)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Amenorrhoe, Angst, Arrhythmien, Aseptische Knochennekrosen, Atrophie der Nebennierenrinde, Bakterielle Infektionen, Begünstigung viraler, fungaler und bakterieller Entzündungen am Auge, Blutbildveränderungen, Blutdruckabfall, Blutdruckanstieg, Bronchospasmus, Chemosis, Chorioretinopathie, Cushing-Syndrom, Depressionen, Diabetes mellitus, Ekchymosen, Eosinopenie, Epidurale Lipomatosis, Erhöhung der Anfallsbereitschaft bei manifester Epilepsie, Erhöhung des Atheroskleroserisikos, Erhöhung des Thromboserisikos, Euphorie, Exanthem, Fadenwurm-Aktivierung, Fungale Infektionen, Gastrointestinale Blutungen, Gereiztheit, Gesteigerter Appetit, Gewichtszunahme, Halluzination, Hautatrophie, Herpes simplex Keratitis, Herzstillstand, Hirsutismus, Hitzegefühl, Hypercholesterinämie, Hypertonie, Hypertrichose, Hypertriglycidämie, Hypertrophe Kardiomyopathie bei Frühgeborenen, Iatrogene Skleraperforation, Impotenz, Inaktivität der Nebennierenrinde, Kapillarfragilität, Korneaperforation bei bestehender Keratitis, Kreislaufversagen, Labilität, Lebensmüdigkeit, Linsentrübung (Katarakt), Lokale Reizungen, Lymphopenie, Länger anhaltende Schmerzen, Magenbeschwerden, Manie, Manifestation einer latenten Epilepsie, Manifestierung von Infektionen, Maskierung von Infektionen, Muskelatrophie, Muskelschwäche, Mydriasis, Myopathie, Mäßige Leukozytose, Natriumretention mit Ödembildung, Opportunistische Infektionen, Osteoporose, Pankreatitis, Parasitische Infektionen, Perforationsgefahr bei Colitis ulcerosa, Periorale Dermatitis, Petechien, Polyglobulie, Pseudotumor cerebri, Psychose, Ptose, Reaktivierung von Infektionen, Reversibler Exophthalmus, Schlafstörungen, Schwere anaphylaktische Reaktionen, Schwächung der Immunabwehr, Sehnenentzündung, Sehnenerkrankungen, Sehnenriss, Stammfettsucht, Steigerung des Augeninnendrucks (Glaukom), Steroidakne, Striae rubrae, Störungen der Sexualhormonsekretion, Teleangiektasien, Ulcus duodeni, Ulcus ventriculi, Unverträglichkeitserscheinungen, Vaskulitis, Verbreitung von Infektionen, Vermehrte Kaliumausscheidung, Verminderte Glucosetoleranz, Verschlechterung der Symptome bei Hornhautulcus, Verschlechterung einer bakteriellen Infektion der Cornea, Verschwommenes Sehen, Verzögerte Wundheilung, Veränderungen in der Hautpigmentierung, Virale Infektionen, Vollmondgesicht, Wachstumsverzögerung bei Kindern, Überempfindlichkeitsreaktionen
Kontraindikationen
Keine absolute KI bei Notfall; relative: systemische Infekte
Wechselwirkungen
Wie Prednisolon: NSAR, Rifampicin (Spiegel↓), Insulin, Diuretika; Mifamurtid (kontraindiziert)
Wirkungsmechanismus
Synthetisches Glukokortikoid (keine Mineralokortikoid-Wirkung); bindet GR → NF-κB/AP-1-Hemmung → antiinflammatorisch, immunsuppressiv; 25× stärker als Cortisol
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz nötig
Schwangerschaft & Stillzeit
Plazentagängig; besonders im 1. Trimenon nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung, Langzeitbehandlung kann fetale Wachstumsstörungen verursachen, am Ende der Schwangerschaft NNR-Atrophie beim Fötus möglich. Stillzeit: geht in die Muttermilch über, Schädigung bisher nicht bekannt — Indikation streng stellen, bei höheren Dosen abstillen.
Halbwertszeit
168–324 min (im Mittel ca. 4,1 h)
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 1–2 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.