Dapagliflozin
Forxiga®
Diabetes mellitus
SGLT2-Hemmer
Indikation
Typ-2-Diabetes (Monotherapie bei Metformin-Unverträglichkeit oder Add-on); chronische Herzinsuffizienz; chronische Niereninsuffizienz
Dosierung
10 mg 1×/d (unabhängig von Mahlzeit)
Nebenwirkungen
Sehr häufig (1)
— ≥ 1/10
Hypoglykämie
Häufig (10)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Dyslipidämie, Dysurie, Erhöhter Hämatokrit, Harnwegsinfektionen, Hautausschlag, Polyurie, Rückenschmerzen, Schwindel, Verminderte renale Kreatinin-Clearance zu Behandlungsbeginn, Vulvovaginitis, Balanitis und verwandte Infektionen des Genitalbereichs
Gelegentlich (11)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Durst, Erhöhter Harnstoff im Blut, Erhöhtes Kreatinin im Blut zu Behandlungsbeginn, Gewichtsreduktion, Mundtrockenheit, Nykturie, Pilzinfektionen, Pruritus genitalis, Verstopfung, Volumenmangel, Vulvovaginaler Pruritus
Selten (1)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Diabetische Ketoazidose
Sehr selten (3)
— < 1/10.000
Angioödem, Nekrotisierende Fasziitis des Perineums (Fournier-Gangrän), Tubulointerstitielle Nephritis
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit; nicht bei Typ-1-Diabetes; Behandlungsbeginn nicht bei GFR <25 ml/min; Vorsicht bei Volumenmangel-Risiko
Wechselwirkungen
Diuretika (verstärkte Diurese/Hypotonie); Insulin/Sulfonylharnstoff (Hypoglykämie → ggf. Dosisreduktion); Lithium (Spiegel↓)
Wirkungsmechanismus
Selektiver SGLT2-Inhibitor → hemmt renale Glucose-Reabsorption im proximalen Tubulus → Glucosurie + osmotische Diurese; insulinunabhängig
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisanpassung nach Nierenfunktion
Beginn nicht <25 ml/min
glucosesenkende Wirkung bei GFR <45 ml/min reduziert
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine Humandaten; im Tierversuch renale Entwicklungstoxizität im 2./3. Trimenon-Äquivalent — Anwendung im 2./3. Trimenon nicht empfohlen, bei festgestellter Schwangerschaft absetzen. Stillzeit: Risiko für den Säugling nicht auszuschließen — nicht anwenden.
Halbwertszeit
ca. 12,9 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: innerhalb 2 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.