Dabigatran
Pradaxa®
Antikoagulation
DOAK
Indikation
VTE-Prophylaxe/-Therapie, Vorhofflimmern
Dosierung
VHF: 150mg 1-0-1
TVT/PE-Therapie: 150mg 1-0-1 (nach 5 Tagen NMH)
Alter>80 Jahren: 110mg 1-0-1
Nebenwirkungen
Häufig (13)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Alopezie, Anämie, Diarrhoe, Dyspepsie, Erbrechen, Gastroösophageale Refluxkrankheit, Hautausschlag, Hämatom, Leberenzyme erhöht, Nasenbluten, Thrombozytopenie, Urtikaria, Übelkeit
Gelegentlich (19)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
ALT erhöht, AST erhöht, Arzneimittel-Überempfindlichkeit, Bauchschmerzen, Dysphagie, Gastrointestinale Blutung, Gastroösophagitis, Hautblutung, Hyperbilirubinämie, Hämatokrit vermindert, Hämaturie, Hämoglobin vermindert, Hämoptyse, Intrakranielle Blutungen, Neutropenie, Pruritus, Rektale Blutung, Traumatische Blutung, Urogenitale Blutung
Nicht bekannt (14)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Abnorme Leberfunktion, Abnormer Leberfunktionstest, Agranulozytose, Anaphylaktische Reaktion, Angioödem, Blutung, Blutung am Inzisionsort, Blutung an der Eintrittsstelle eines Katheters, Blutung an einer Injektionsstelle, Bronchospasmus, Gastrointestinale Ulzera, Hämarthrose, Hämorrhoidale Blutung, Ösophageale Ulzera
Kontraindikationen
GFR <30, künstliche Herzklappen, schwere Leberinsuffizienz; Antidot: Idarucizumab (Praxbind®)
Wechselwirkungen
P-gp-Hemmer: Verapamil, Amiodaron, Clarithromycin (Spiegel↑!); P-gp-Induktoren: Rifampicin (Spiegel↓↓); Dronedaron (kontraindiziert!)
Wirkungsmechanismus
Direkter, reversibler Thrombininhibitor (Faktor IIa) → hemmt Fibrinspaltung und Thrombozytenaggregation
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR 30–50: 110mg 1-0-1
GFR<30: kontraindiziert
HD: kontraindiziert
Schwangerschaft & Stillzeit
Schwangerschaft: Frauen im gebärfähigen Alter sollen eine Schwangerschaft vermeiden; tierexperimentell reproduktionstoxisch. Anwendung nur, wenn zwingend erforderlich. Stillzeit: keine Daten → Stillen während der Behandlung unterbrechen.
Halbwertszeit
ca. 12–14 h (terminal, nach Mehrfachgabe)
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 0,5–2,0 h
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Zuletzt aktualisiert: 08.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.