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Cotrimoxazol (TMP/SMX)

Eusaprim®
Antibiotika – Sonstige
Sulfonamid
Indikation
HWI (Kurzzeit & Langzeit-Rezidivprophylaxe); Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie (PCP, Therapie & Prophylaxe); Atemwegs-/HNO-Infekte; Prostatitis; Nokardiose; Toxoplasmose
Dosierung
Standard 960mg (1 Tab. forte) 2x/d; unkompl. Zystitis Frau: 2400/480mg einmalig; PCP-Therapie: 15–20mg/kg TMP/d in 3–4 Dosen; nach Mahlzeit
Nebenwirkungen
Häufig (14) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Appetitlosigkeit, Diarrhoe, Erbrechen, Erythema nodosum, Exanthem, Gingivitis, Glossitis, Photodermatose, Pruritus, Purpura, Stomatitis, abnormer Geschmack, gastrointestinale Symptome in Form von epigastrischen Schmerzen, Übelkeit
Gelegentlich (7) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Anämie, Cholestatische Hepatose, Hyperkaliämie, Hypokaliämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Tinnitus
Selten (2) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Stevens-Johnson-Syndrom, exfoliative Dermatitis
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit (Sulfonamide); SJS/TEN/DRESS in Anamnese; Blutbildveränderungen; G6PD-Mangel; CrCl <15; schwere Leberschäden; akute Porphyrie; Osteomyelitis; Säuglinge <6 Wochen; Frühgeborene; Schwangerschaft (Folsäure-Antagonismus)
Wechselwirkungen
Warfarin (INR↑↑); Methotrexat (Toxizität↑↑!); ACE-Hemmer/Sartane/Spironolacton (Hyperkaliämie!); Phenytoin (Spiegel↑); Sulfonylharnstoffe (Hypoglykämie)
Wirkungsmechanismus
Trimethoprim hemmt Dihydrofolat-Reduktase; Sulfamethoxazol hemmt Dihydropteroat-Synthase → sequenzielle Blockade der Folsäuresynthese → bakterizid (synergistisch)
Dosierung bei Niereninsuffizienz
CrCl >30: Standard · CrCl 15–30: 50% Dosis · CrCl <15: kontraindiziert
Schwangerschaft & Stillzeit
Nur nach eingehender Nutzen-Risiko-Abwägung; bisherige Erfahrungen zeigen zwar kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko, wegen der Wirkung auf den Folsäurestoffwechsel ist ein solches Risiko aber nicht völlig auszuschließen — auf ausreichende Folsäureversorgung achten. Für pränatal exponierte Neugeborene (besonders Frühgeborene) besteht ein Risiko der Hyperbilirubinämie. Stillzeit: die in die Muttermilch übergehenden Mengen sind gering und meist unbedenklich; Neugeborene und Säuglinge mit Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel sollten jedoch vorsichtshalber nicht gestillt werden.
Halbwertszeit
Trimethoprim: 8,6–17 h Sulfamethoxazol: ca. 9–11 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.