Clarithromycin
Klacid - LactobionatKlacid UnoKlacid®
Antibiotika – Makrolide
Makrolid
Indikation
Atemwegsinfekte (Bronchitis, Pneumonie); HNO-Infekte (Sinusitis, Pharyngitis); Haut-/Weichteilinfekte; H.-pylori-Eradikation (mit PPI + Amoxicillin)
Dosierung
500mg 2x/d; H. pylori: 500mg 2x/d + PPI + Amoxicillin (7–14 Tage)
Nebenwirkungen
Häufig (12)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Abweichende Leberfunktionswerte, Bauchschmerzen, Durchfall, Dysgeusie, Dyspepsie, Erbrechen, Geschmacksstörung, Hautausschlag, Hyperhidrose, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Übelkeit
Gelegentlich (59)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Alanin-Aminotransferase erhöht, Albuminurie, Alkalische Phosphatase im Blut erhöht, Angstgefühl, Anorexie, Anämie, Appetitverminderung, Aspartat-Aminotransferase erhöht, Asthenie, Asthma, Aufstoßen, Ausfluss aus dem Genitalbereich, Beeinträchtigung des Hörvermögens, Benommenheit, Blähungen, Brustschmerzen, Candidiasis, Cholestase, Durst, Dyspnoe, Ekzem, Eosinophilie, Gamma-Glutamyltransferase erhöht, Gastritis, Gesichtsödem, Glossitis, Hepatitis, Hyperchlorämie, Hypersensitivität, Hyperurikämie, Hypochrome Anämie, Hypokalzämie, Hämaturie, Infektionen, Lactatdehydrogenase im Blut erhöht, Leukozytopenie, Lungenerkrankungen, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Neutropenie, Palpitationen, Pruritus, Pyurie, QT-Intervall im EKG verlängert, Rhinitis, Rückenschmerzen, Scheideninfektionen, Schmerz, Schwindel, Schüttelfrost, Somnolenz, Stomatitis, Störungen der weißen Blutzellen, Tinnitus, Trockene Haut, Unwohlsein, Urtikaria, Verstopfung, Zittern
Nicht bekannt (44)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Abnormale Urinverfärbung, Ageusie, Agranulozytose, Akne, Akute Pankreatitis, Akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), Anaphylaktische Reaktion, Angioödem, Anormale Träume, Anosmie, Arzneimittelhautausschlag mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Depersonalisation, Depression, Erysipel, Halluzination, Hepatozellulärer Ikterus, Hämorrhagie, Hörverlust, INR erhöht, Interstitielle Nephritis, Konjunktivitis, Krämpfe, Leberversagen, Manie, Myopathie, Nierenversagen, Orientierungslosigkeit, Parosmie, Parästhesie, Prothrombinzeit verlängert, Pseudomembranöse Kolitis, Psychotische Störungen, Rhabdomyolyse, Sehstörung, Stevens-Johnson Syndrom, Taubheit, Thrombozytopenie, Torsade de pointes, Toxische epidermale Nekrolyse, Ventrikuläre Fibrillation, Ventrikuläre Tachykardie, Verschwommene Sicht, Verwirrtheit, Zahn- und Zungenverfärbung
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit Makrolide; mit Lovastatin/Simvastatin (Rhabdomyolyse!), Colchicin, Ergot-Derivaten, Pimozid/Terfenadin/Astemizol/Cisaprid; QT-Verlängerung/Long-QT; Hypokaliämie/-magnesiämie; schwere Leber+Niereninsuffizienz
Wechselwirkungen
Starker CYP3A4-Hemmer! Lovastatin/Simvastatin (Rhabdomyolyse – kontraindiziert), Colchicin (kontraindiziert); Carbamazepin/Digoxin/Tacrolimus (Spiegel↑); Warfarin (INR↑↑); QT-verlängernde Mittel
Wirkungsmechanismus
Makrolid; bindet 50S-Ribosomenuntereinheit → Translokation↓ → Proteinbiosynthese↓; bakteriostatisch; aktiver Metabolit 14-OH-Clarithromycin
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Bei schwerer NI (GFR <30) Dosis halbieren / Intervall verlängern
Schwangerschaft & Stillzeit
Sicherheit in der Schwangerschaft nicht belegt; embryofetale Schäden können nach Tier- und Humandaten nicht ausgeschlossen werden. Beobachtungsstudien zeigten ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko bei Exposition im 1./2. Trimenon; Daten zu Fehlbildungen sind widersprüchlich. Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung, besonders zurückhaltend im 1. Trimenon. Stillzeit: geht in geringen Mengen in die Muttermilch über (ca. 1,7 % der gewichtsbezogenen mütterlichen Dosis); Sicherheit beim Säugling nicht belegt.
Halbwertszeit
i.v.: 3,5–4,5 h (dosisabhängig)
aktiver Hydroxy-Metabolit: 7,3–9,3 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.