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Ciprofloxacin

CifloxCiloxanCiproMedCiproxin®Otanol
Antibiotika – Fluorchinolone
Fluorchinolon
Indikation
Komplizierte HWI/Pyelonephritis, Prostatitis; gram-negative Infekte (inkl. Pseudomonas); intraabdominale & Knochen-/Gelenkinfekte; Reisediarrhoe; neutropenisches Fieber; unkompl. Zystitis (Reserve)
Dosierung
500–750mg 2x/d p.o. (i.v. 400mg alle 8–12h); unkompl. Zystitis: 250–500mg 2x/d (3 Tage); nicht mit Milch/Antazida (2h Abstand)
Nebenwirkungen
Häufig (2) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Diarrhö, Übelkeit
Gelegentlich (28) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Anstieg der Transaminasen, Anstieg der alkalischen Phosphatase im Blut, Asthenie, Bilirubinanstieg, Blähungen, Brustschmerzen), Dyspepsie, Eosinophilie, Erbrechen, Fieber, Gastrointestinale und abdominale Schmerzen, Gelenkschmerzen, Geschmacksstörungen, Hautausschlag, Juckreiz, Kopfschmerz, Mykotische Superinfektionen, Nierenfunktionsst örung, Photosensibilität, Psychomotorische Hyperaktivität/A gitiertheit, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Schmerzen der Skelettmuskulatur (z.B. Schmerzen der Extremitäten, Schwindel, Tendinopathie, Transaminasenerhöhung, Urtikaria, Verminderter Appetit
Selten (37) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Albträume, Allergische Reaktion, Allergisches Ödem/Angioödem, Amylaseanstieg, Angstzustände, Antibiotikaassoziierte Kolitis, Anämie, Depressionen (möglicherweise kulminierend in Suizidgedanken/überlegungen oder Suizidversuchen und vollendetem Suizid), Dyspnoe (einschließlich asthmatische Zustände), Gallestauung, Hepatitis, Hyperglykämie, Hypoglykämie, Hypotonie, Hypoästhesie, Hämaturie, Hörverlust/beeint rächtigtes Hörvermögen, Kristallurie, Leberfunktionsstörung, Leukozytopenie, Leukozytose, Myalgie Arthritis gesteigerte Muskelspannung und Muskelkrämpfe, Neutropenie, Nierenversagen, Par- und Dysästhesie, Photosensibilisierung, Schwitzen (übermäßige Schweißbildung), Sehstörungen (z.B. Diplopie), Synkope, Tachykardie, Thrombozythämie, Thrombozytopenie, Tinnitus, Vasodilatation, Verwirrtheit und Desorientiertheit, sehr selten mit möglichem tödlichem Ausgang, Ödem
Sehr selten (22) — < 1/10.000
Agranulozytose, Anaphylaktische Reaktion, Anaphylaktischer Schock (lebensbedrohlich) serumkrankheitsähnliche Reaktion, Erythema multiforme, Erythema nodosum, Gangstörung, Hämolytische Anämie, Intrakranieller Hochdruck und Pseudotumor cerebri, Knochenmarkdepression (lebensbedrohlich), Lebernekrose (sehr selten voranschreitend bis zum lebensbedrohlichen Leberversagen), Migräne Koordinationsstörung, Myasthenie, Pankreatitis, Panzytopenie (lebensbedrohlich), Petechien, Psychotische Reaktionen (möglicherweise kulminierend in Suizidgedanken/überlegungen oder Suizidversuchen und vollendetem Suizid), Sehnenruptur (vorwiegend Achillessehne), Stevens-Johnson-Syndrom (potenziell lebensbedrohlich), Störungen des Geruchsnervs, Tendinitis, Toxisch epidermale Nekrolyse (potenziell lebensbedrohlich), Vaskulitis
Nicht bekannt (10) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), Arrhythmie und Torsades de pointes (überwiegend berichtet bei Patienten mit Risikofaktoren für eine QT-Verlängerung), Arzneimittelnebenwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Hypoglykämisches Koma, Manie, Periphere Neuropathie und Polyneuropathie, QT-Intervall verlängert im EKG, Syndrom der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH), Ventrikuläre, einschl. Hypomanie
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit (Chinolone); gleichzeitig Tizanidin; Vorsicht: Epilepsie/ZNS-Vorerkrankung, Myasthenia gravis, QT-Risiko, Kinder (Knorpel)
Wechselwirkungen
Antazida/Sucralfat/Milch/Eisen/Calcium (Resorption↓↓ – 2h Abstand!); Theophyllin (Spiegel↑↑!); Tizanidin (kontraindiziert); Warfarin (INR↑); QT-verlängernde Mittel; Methotrexat
Wirkungsmechanismus
Fluorchinolon; hemmt DNA-Gyrase (Topoisomerase II) und Topoisomerase IV → DNA-Replikation↓ → bakterizid
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR 30–60: ~400mg i.v. alle 12h · GFR <30: 400mg alle 18–24h · HD: nach Dialyse
Schwangerschaft & Stillzeit
Humandaten ohne Fehlbildungshinweis, im Tierversuch Knorpelschäden an unreifen Gelenken — als Vorsichtsmaßnahme in der Schwangerschaft vermeiden. Stillzeit: Milchübergang — wegen möglicher Gelenkschäden nicht einnehmen.
Halbwertszeit
ca. 4–7 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 1–2 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.