Ceftriaxon
Ceftriaxon®
Antibiotika – Cephalosporine
β-Lactam
Indikation
Ambulant erworbene Pneumonie, Sepsis, HWI, Meningitis, Gonorrhoe, Lyme-Borreliose
Dosierung
1-2g i.v. 1-0-0 (ambulant erworbene Pneumonie, AECOPD, komplizierter HWI)
2g i.v. 1-0-0 (nosokomiale Pneumonie, komplizierte Infektionen der Haut und des Weichgewebes, Infektionen der Knochen und Gelenke)
2-4g i.v. (neutropenes Fieber, bakterielle Meningitis, bakterielle Endokarditis)
Nebenwirkungen
Häufig (7)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Diarrhö, Eosinophilie, Erhöhte Leberenzymwerte, Hautausschlag, Leukopenie, Thrombozytopenie, Weicher Stuhl
Gelegentlich (12)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Anämie, Benommenheit, Erbrechen, Fieber, Granulozytopenie, Koagulopathie, Kopfschmerzen, Mykose des Genitaltrakts, Phlebitis, Pruritus, Schmerzen an der Injektionsstelle, Übelkeit
Selten (8)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Bronchospasmus, Enzephalopathie, Glukosurie, Hämaturie, Pseudomembranöse Colitis, Schüttelfrost, Urtikaria, Ödeme
Nicht bekannt (25)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Agranulozytose, Akute, generalisierte, exanthematische Pustulose, Anaphylaktische Reaktion, Anaphylaktischer Schock, Anaphylaktoide Reaktion, Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Cholestatische Hepatitis, Erythema multiforme, Gallenblasenausfällung, Glossitis, Hepatitis, Hämolytische Anämie, Jarisch-Herxheimer-Reaktion, Kernikterus, Konvulsionen, Kounis-Syndrom, Oligurie, Pankreatitis, Renale Ausfällungen (reversibel), Stevens Johnson Syndrom, Stomatitis, Superinfektion, Toxische epidermale Nekrolyse, Vertigo, Überempfindlichkeit
Kontraindikationen
Cephalosporin-Allergie, Neugeborene mit Hyperbilirubinämie, nicht mit calciumhaltigen i.v.-Lösungen mischen
Wechselwirkungen
Nicht mit calciumhaltigen Lösungen mischen (Ausfällungen!); Aminoglykoside (Nephrotoxizität); Antikoagulantien
Wirkungsmechanismus
Cephalosporin (3. Generation); β-Lactam hemmt PBP → Zellwandsynthese↓; lange HWZ (1×/d); gute ZNS-Penetration
Dosierung bei Niereninsuffizienz
keine Dosisanpassung notwendig
Schwangerschaft & Stillzeit
Plazentagängig, begrenzte Daten, Tierversuch unauffällig. Nur wenn der Nutzen die Risiken überwiegt, zurückhaltend im 1. Trimenon; kontraindiziert bei Neu-/Frühgeborenen mit Risiko für Bilirubin-Enzephalopathie. Stillzeit: geringer Milchübergang, in therapeutischen Dosen unbedenklich — Abstillen vs. Absetzen abwägen.
Halbwertszeit
ca. 8 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.