Candesartan
Atacand®Blopress®CandebloCandesartan®
Kardiologie – ACE-Hemmer & Sartane
Sartan
Indikation
Arterielle Hypertonie, Herzinsuffizienz (Alternative zu ACE-Hemmer, v.a. bei Husten), diabetische Nephropathie
Dosierung
Hypertonie: 8–32mg 1x/d;
Herzinsuffizienz: Start 4–8mg 1x/d
max 32mg/d
Nebenwirkungen
Häufig (6)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Atemwegsinfektion, Einschränkung der Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen, Hyperkaliämie, Hypotonie, Kopfschmerzen, Schwindel/Drehschwindel
Sehr selten (17)
— < 1/10.000
Agranulozytose, Angioödem, Arthralgie, Erhöhte Leberenzymwerte, Hautausschlag, Hepatitis, Husten, Hyponatriämie, Intestinales Angioödem, Leberfunktionsstörungen, Leukopenie, Myalgie, Neutropenie, Pruritus, Rückenschmerzen, Urtikaria, Übelkeit
Nicht bekannt (1)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Diarrhö
Kontraindikationen
Schwangerschaft, beidseitige Nierenarterienstenose, gleichzeitig ACE-Hemmer bei DM
Wechselwirkungen
Kaliumsparer, NSAR, Lithium; Nicht mit ACE-Hemmer bei DM/Niereninsuffizienz kombinieren!
Wirkungsmechanismus
AT1-Rezeptor-Antagonist (Sartan); blockiert Angiotensin-II-Wirkung → Vasodilatation, Aldosteron↓, Blutdruck↓; kein Bradykinin-Anstieg → kein Husten
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR<15: keine feste Empfehlung, einschleichen
Schwangerschaft & Stillzeit
Im 1. Trimenon nicht empfohlen, im 2./3. Trimenon kontraindiziert. Fetotoxisch: Nierenfunktion↓, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation, neonatale Hypotonie/Hyperkaliämie. Bei Schwangerschaft sofort absetzen und umstellen. Stillzeit: keine Daten — nicht empfohlen.
Halbwertszeit
ca. 9 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 3–4 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.