Buprenorphin
AstecBuvidalSixmoTemgesic®
Analgesie – Starke Opioide
Opioid
Indikation
Mäßig starke bis starke (Tumor-)Schmerzen, WHO Stufe 3; nicht für akute Schmerzen
Dosierung
Transdermales Pflaster 35–70 µg/h, Wechsel alle 72h; max. 2 Pflaster gleichzeitig.
Durchbruchschmerz: 0,2mg Buprenorphin sublingual
Nebenwirkungen
Häufig (11)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Dyspnoe, Erbrechen, Exantheme, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Obstipation, Schwindel, Schwitzen, Verstopfung, Ödeme, Übelkeit
Gelegentlich (12)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
(Rash) Ausschlag, Abgeschlagenheit, Harnverhaltung, Kreislaufstörungen, Miktionsstörungen, Mundtrockenheit, Pruritus, Schlafstörungen, Sedierung, Somnolenz, Unruhe, Verwirrtheit
Selten (18)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Bradykardie, Eingeschränkte Atemtätigkeit (Atemdepression), Entzugserscheinungen, Erektionsschwäche, Gleichgewichtsstörungen, Hitzegefühl, Konzentrationsstörungen, Libidoverminderung, Lidödeme, Parästhesien (z. B. Hautprickeln, Psychotomimetische Effekte (z. B. Halluzinationen, Angstzustände, Alpträume), Reaktionen am Verabreichungsort, Sehstörungen, Sodbrennen, Sprachstörung, Taubheitsgefühl, Urtikaria, verschwommenes Sehen
Kontraindikationen
Schwere Atemdepression, MAO-Hemmer (akt./≤2 Wochen), Myasthenia gravis, Delirium tremens, Schwangerschaft, Opioidabhängigkeit/Substitution
Wechselwirkungen
MAO-Hemmer; Benzodiazepine (Atemdepression, Todesfälle!); CYP3A4-Hemmer (Spiegel↑); Antidepressiva (Serotoninsyndrom)
Wirkungsmechanismus
Partieller μ-Opioid-Agonist, κ-Antagonist; hohe Rezeptoraffinität → stark analgetisch, geringeres Abhängigkeitspotential als volle Agonisten
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisanpassung nötig; auch bei Dialyse anwendbar (keine relevante renale Elimination)
Schwangerschaft & Stillzeit
Schwangerschaft: kontraindiziert (Pflaster). Keine ausreichenden Humandaten, Reproduktionstoxizität im Tier. Gegen Ende der Schwangerschaft hohe Dosen → Atemdepression beim Neugeborenen; Langzeitanwendung im 3. Trimenon → neonatales Entzugssyndrom. Stillzeit: nicht anwenden (Übergang in Muttermilch, kann Laktation hemmen).
Halbwertszeit
transdermal (nach Pflasterentfernung): ca. 25 h
Wirkstoffpeak (tmax)
transdermal: ca. 29–34 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.