Bupivacain
Bucain®Carbostesin®Mofecet
Lokalanästhetika
Lokalanästhetikum (Amid)
Indikation
Lokal- und Regionalanästhesie in der Chirurgie (Peridural inkl. Sectio, große Nervenblockaden); Behandlung akuter Schmerzen (Katheterverfahren)
Dosierung
Technikabhängig; langsam injizieren, wiederholt aspirieren! Höchstdosis ~2mg/kg (~150mg). Langwirksam (2–3h und mehr)
Nebenwirkungen
Sehr häufig (4)
— ≥ 1/10
Hypotonie, Kopfschmerzen, Miktionsstörungen, Übelkeit
Häufig (6)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Bradykardie, Erbrechen, Hypertonie, Parästhesie, Schwindel, Urinretention
Gelegentlich (11)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Anzeichen und Symptome von ZNS-Toxizität, Bewusstlosigkeit, Circumoralparästhesie, Dysarthrie, Hyperakusis, Konvulsionen, Leichte Benommenheit, Sehstörungen, Taubheitsgefühl der Zunge, Tinnitus, Tremor
Selten (15)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Allergische Reaktionen, Anaphylaktische Reaktion, Anaphylaktischer Schock, Arachnoiditis, Atemdepression, Atemstillstand, Diplopie, Herzarrhythmie, Herzstillstand, Hörstörungen, Neuropathie, Paraplegie, Parese, Periphere Nervenverletzung, Postoperative Ptosis
Sehr selten (4)
— < 1/10.000
Intimareizung, Lokale Gefäßschädigung, Maligne Hyperthermie, Thrombophlebitis
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit (Amid-LA), intravenöse Regionalanästhesie (Bier-Block – kontraindiziert!), schwere Hypotonie/kardiale Reizleitungsstörungen
Wechselwirkungen
Andere LA/Antiarrhythmika (additive Toxizität); Vorsicht mit kardiodepressiven Substanzen
Wirkungsmechanismus
Amid-Lokalanästhetikum, langwirksam; Na⁺-Kanal-Blockade. Hohe Kardiotoxizität (lange Bindung am kardialen Na⁺-Kanal) – Antidot bei systemischer Toxizität: Lipidemulsion
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine spezifische Anpassung
Schwangerschaft & Stillzeit
In der Frühschwangerschaft nur unter strengster Nutzen-Risiko-Abwägung (im Tierversuch fruchtschädigend, keine Humanerfahrung). Periduralanästhesie bei drohender/bestehender massiver Blutung kontraindiziert, Parazervikalblockade wegen fetaler Bradykardie/Todesfälle kontraindiziert; unter der Geburt beim Neugeborenen neurologische Auffälligkeiten möglich. Stillzeit: geringerer Milchübergang als im mütterlichen Plasma, teils nicht nachweisbar.
Halbwertszeit
1,5–5,5 h
nach i.v. Gabe: 2,7 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.