Baclofen
Baclofen®Lioresal intrathekalLioresal®
Muskelrelaxanzien
Muskelrelaxans
Indikation
Spastik bei MS, Rückenmarksverletzungen, zerebralen Erkrankungen
Dosierung
Initial: 5mg p.o. 3x/d
alle 3 tage um 5-15mg steigern
Zieldosis 30–75mg/d
max. 120mg/d
Nebenwirkungen
Sehr häufig (3)
— ≥ 1/10
Schläfrigkeit, Sedation, Übelkeit
Häufig (24)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Albträume, Ataxie, Atemdepression, Brechreiz, Depression, Durchfall, Erbrechen, Erschöpfung, Euphorie, Gastrointestinale Störungen, Geistige Verwirrung, Halluzinationen, Hypotonie, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Muskelschmerzen, Muskelschwäche, Myalgie, Nystagmus, Schlaflosigkeit, Schwindel, Schwächung der verbliebenen Willkürkraft, Tremor, Verstopfung
Gelegentlich (8)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Akkommodationsstörungen, Dysurie, Enuresis, Hautausschlag, Hyperhidrosis, Pollakisurie, Sehstörungen, Verminderung der Herz-Kreislauf-Funktion
Selten (7)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Bauchschmerzen, Dysarthrie, Dysgeusie, Erektile Dysfunktion, Harnverhalten, Leberfunktionsstörungen, Parästhesien
Sehr selten (6)
— < 1/10.000
Agitiertheit, Akute Encephalopathie mit EEG-Veränderungen, Desorientiertheit, Hypothermie, Myoklonien, Reversible orofaciale Dyskinesien
Nicht bekannt (11)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Alopezie, Bradykardie, Entzugs-Symptome, Enzephalopathie, Erhöhung des Blutzuckers, Geschwollenes Gesicht, Periphere Ödeme, Schlafapnoe-Syndrom, Sexuelle Dysfunktion, Urtikaria, Überempfindlichkeitsreaktionen
Kontraindikationen
Epilepsie (relative KI), Schwangerschaft, peptisches Ulkus
Wechselwirkungen
ZNS-Dämpfer: additive Sedierung. Antihypertensiva: Hypotonie↑. Nie abrupt absetzen!
Wirkungsmechanismus
GABA-B-Rezeptor-Agonist im Rückenmark → Hemmung mono- und polysynaptischer Reflexe → Muskeltonus↓, Spasmus↓
Dosierung bei Niereninsuffizienz
bei eingeschränkter Nierenfunktion max. 5mg/d
rasche Akkumulation!
Schwangerschaft & Stillzeit
Plazentagängig, im Tierversuch bei hohen Dosen Omphalozelen und fetale Wachstumsverzögerung — in der Schwangerschaft nicht anwenden, außer der Nutzen für die Mutter überwiegt die möglichen Risiken. Nach intrauteriner Exposition wurden neonatale Entzugsreaktionen (einschließlich postnataler Konvulsionen) berichtet. Stillzeit: geht in geringer Menge (~1 % der Dosis) über, keine unerwünschten Wirkungen beim Kind zu erwarten.
Halbwertszeit
ca. 3–4 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 0,5–1,5 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.