AccessMedAccessMed

Azithromycin

AzistroAzithromycin®AzyterZithromax i.v.Zithromax®
Antibiotika – Makrolide
Makrolid
Indikation
Atypische Pneumonie (Mykoplasmen, Chlamydien, Legionellen), ambulant erworbene Pneumonie/Bronchitis; HNO-Infekte (Tonsillitis/Sinusitis/Otitis); Haut-/Weichteilinfekte; Chlamydien-Urethritis/-Zervizitis
Dosierung
500mg 1x/d über 3 Tage; Chlamydien-Genitalinfekt: 1g einmalig; einmal täglich, unabhängig von Mahlzeit
Nebenwirkungen
Sehr häufig (1) — ≥ 1/10
Diarrhoe
Häufig (10) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Abnahme der Lymphozyten, Abnahme des Bicarbonatspiegels im Blut, Anstieg der Basophilen, Anstieg der Eosinophilen, Anstieg der Monozyten, Anstieg der Neutrophilen, Bauchschmerzen, Erbrechen, Kopfschmerzen, Übelkeit
Gelegentlich (79) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Abnahme von Hämatokrit, Abnorme Natriumwerte, Abnormer Kaliumspiegel, Angioödem, Anorexie, Anstieg des Bicarbonatspiegels, Anstieg von Alanin-Aminotransferase, Anstieg von Aspartat-Aminotransferase, Anstieg von Bilirubin im Blut, Anstieg von Chlorid, Anstieg von Glucose, Anstieg von Harnstoff im Blut, Anstieg von Kreatinin im Blut, Anstieg von Thrombozyten, Anstieg von alkalischer Phosphatase im Blut, Asthenie, Atemwegserkrankungen, Aufstoßen, Bakterielle Infektionen, Benommenheit, Blähbauch, Brustschmerzen, Candidamykosen, Dermatitis, Dyspepsie, Dysphagie, Dyspnoe, Dysurie, Eosinophilie, Epistaxis, Erkrankungen der Hoden, Fatigue, Fieber, Flatulenz, Gastritis, Gastroenteritis, Geschmacksstörungen, Geschwüre im Mund, Gesichtsödem, Hautausschlag, Hautrötung, Hepatitis, Herzklopfen, Hitzewallungen, Hyperhidrose, Insomnie, Komplikationen nach Eingriffen, Leukopenie, Metrorrhagie, Mundsoor, Mundtrockenheit, Myalgie, Nackenschmerzen, Nervosität, Neutropenie, Nierenschmerzen, Obstipation, Ohrenerkrankung, Osteoarthritis, Parästhesie, Periphere Ödeme, Pharyngitis, Pilzinfektionen, Pneumonie, Pruritus, Rhinitis, Rückenschmerzen, Schmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Somnolenz, Speichelüberproduktion, Trockene Haut, Unwohlsein, Urtikaria, Vaginale Infektion, Vaginitis, Ödeme, Überempfindlichkeit
Selten (7) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Agitation, Akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Cholestatischer Ikterus, Hörstörungen einschließlich Hörverlust und/oder Tinnitus, Leberfunktionsstörungen, Photosensibilitätsreaktion
Nicht bekannt (31) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Aggressives Verhalten, Akutes Nierenversagen, Anaphylaktische Reaktion, Angstgefühle, Arrhythmien einschließlich ventrikulärer Tachykardien, Arthralgie, Delirium, Erythema multiforme, Fulminante Hepatitis, Geruchsstörungen, Geruchsverlust, Geschmacksverlust, Halluzinationen, Hepatische Nekrose, Hypotonie, Hypästhesien, Hämolytische Anämie, Interstitielle Nephritis, Konvulsionen, Leberversagen, Myasthenia gravis, Pankreatitis, Pseudomembranöse Colitis, Psychomotorische Hyperaktivität, QT-Verlängerung im EKG, Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), Synkopen, Thrombozytopenie, Torsade de Pointes, Toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Zungenverfärbung
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen Makrolide/Ketolide; schwere Leberfunktionsstörung; Vorsicht bei QT-Verlängerung/Risikofaktoren
Wechselwirkungen
QT-verlängernde Mittel (Arrhythmien!); Ergot-Derivate (meiden); Warfarin (INR↑); Digoxin (Spiegel↑); Ciclosporin (Spiegel↑)
Wirkungsmechanismus
Makrolid; bindet 50S-Ribosomenuntereinheit → hemmt Translokation → Proteinbiosynthese↓; bakteriostatisch; lange intrazelluläre HWZ
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR 10–80: keine Anpassung · GFR <10: Vorsicht (Exposition↑)
Schwangerschaft & Stillzeit
Tierstudien zeigen Plazentagängigkeit ohne teratogene Effekte; umfangreiche Beobachtungsdaten überwiegend ohne Zusammenhang mit Fehlbildungen, jedoch begrenzte Hinweise auf ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko bei Exposition in der Frühschwangerschaft. Nur anwenden, wenn klinisch erforderlich und der Nutzen die möglicherweise gering erhöhten Risiken überwiegt. Stillzeit: geht in die Muttermilch über, schwerwiegende Effekte beim Säugling nicht beobachtet — Nutzen des Stillens gegen Therapienutzen abwägen.
Halbwertszeit
2–4 Tage
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 2–3 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
⚠️ Haftungsausschluss: Alle Informationen auf AccessMed wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Trotz sorgfältiger Recherche können Fehler, Unvollständigkeiten oder veraltete Angaben nicht ausgeschlossen werden. Die Inhalte ersetzen keine professionelle medizinische oder pharmazeutische Beratung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Haftung übernommen. Im Zweifelsfall sind stets aktuelle Fachinformationen, Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.