Aprepitant
Aprepitant Accord®Emend®
Antiemetika
Antiemetikum
Indikation
Prävention von Übelkeit/Erbrechen bei hoch und moderat emetogener Chemotherapie (CINV) — Erwachsene und Jugendliche ≥12 J.; immer als Teil einer Kombination mit Kortikosteroid + 5-HT3-Antagonist
Dosierung
3-Tages-Schema p.o.: Tag 1: 125mg (1h vor Chemo), Tag 2+3: je 80mg morgens. Kombiniert mit Dexamethason + 5-HT3-Antagonist
Nebenwirkungen
Häufig (7)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Abgeschlagenheit, Dyspepsie, Erhöhte ALT-Werte, Kopfschmerzen, Obstipation, Schluckauf, Verminderter Appetit
Gelegentlich (21)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Abdominalschmerzen, Akne, Angstgefühl, Anämie, Asthenie, Aufstoßen, Ausschlag, Dysurie, Erbrechen, Erhöhte AST-Werte, Erhöhte Werte der alkalischen Phosphatase im Blut, Febrile Neutropenie, Flatulenz, Gastroösophageale Refluxerkrankung, Hitzewallungen/Hitzegefühl, Mundtrockenheit, Palpitationen, Schwindelgefühl, Somnolenz, Unwohlsein, Übelkeit
Selten (41)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Aufgetriebener Bauch, Bradykardie, Brustkorbbeschwerden, Candidiasis, Erniedrigte Neutrophilenzahl, Erythrozyten im Urin nachweisbar, Euphorische Stimmung, Gangstörungen, Geschmacksstörung, Gewichtsabnahme, Glukose im Urin nachweisbar, Harter Stuhl, Hautausschlag mit Juckreiz, Hautläsion, Husten, Hyperhidrosis, Kardiovaskuläre Erkrankungen, Kognitive Störung, Konjunktivitis, Lethargie, Lichtempfindlichkeitsreaktion, Muskelschwäche, Muskelspasmen, Natriumwerte im Blut erniedrigt, Neutropenische Kolitis, Niesen, Orientierungsstörung, Pollakisurie, Polydipsie, Postnasale Schleimbildung, Rachenreizung, Schmerzen im Oropharynx, Seborrhö, Staphylokokkeninfektion, Stevens-Johnson-Syndrom, Stomatitis, Tinnitus, Toxische epidermale Nekrolyse, Ulcus duodeni mit Perforation, Vermehrte Urinausscheidung, Ödeme
Nicht bekannt (3)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Pruritus, Urtikaria, Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich anaphylaktischer Reaktionen
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit; gleichzeitige Gabe von Pimozid, Terfenadin, Astemizol, Cisaprid (CYP3A4!). Vorsicht bei mäßiger/schwerer Leberinsuffizienz
Wechselwirkungen
Moderater CYP3A4-Inhibitor + -Induktor: Dexamethason-Dosis halbieren; Vorsicht bei CYP3A4-Substraten mit enger Breite (Ciclosporin, Tacrolimus, Fentanyl; Irinotecan→Toxizität↑). CYP2C9: Warfarin — INR-Kontrolle bis 14 Tage nach Therapie. Hormonelle Kontrazeptiva: Wirkung↓ bis 28 Tage → zusätzliche nicht-hormonelle Verhütung
Wirkungsmechanismus
Selektiver Neurokinin-1 (NK1)-Rezeptorantagonist; blockiert zentral die Substanz-P-Bindung → hemmt verzögerte (und akute) Chemotherapie-induzierte Emesis; ergänzt 5-HT3-Antagonisten
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisanpassung nötig (auch nicht bei Dialyse)
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine klinischen Schwangerschaftsdaten, Tierstudien mit begrenzter Aussagekraft — nur einnehmen, wenn unbedingt erforderlich. Hormonale Kontrazeptiva können bis 28 Tage nach der Einnahme unwirksam sein: während und 2 Monate nach der letzten Dosis zusätzlich nicht-hormonell verhüten. Stillzeit: Milchübergang beim Menschen unbekannt (im Tierversuch nachgewiesen) — nicht empfohlen.
Halbwertszeit
9–13 h (terminal)
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 4 h
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Zuletzt aktualisiert: 07.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.