Andexanet alfa
Ondexxya®
Antikoagulation
Antidot
Indikation
Aufhebung der Antikoagulation von Faktor-Xa-Inhibitoren (Apixaban, Rivaroxaban) bei lebensbedrohlicher/unkontrollierbarer Blutung
Dosierung
Dosis-abhängig (niedrig/hoch) je nach FXa-Inhibitor, letzter Dosis und Zeit seit Einnahme: i.v.-Bolus (~30mg/min) + Dauerinfusion über 120 min. Niedrig: 400mg Bolus + 4mg/min; Hoch: 800mg Bolus + 8mg/min
Nebenwirkungen
Häufig (5)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Fieber, Ischämischer Schlaganfall, Lungenembolie, Myokardinfarkt, Tiefe Venenthrombose
Gelegentlich (10)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Agitiertheit, Arterielle Embolie, Bluthochdruck, Herzstillstand, Infusionsbedingte Reaktion, Rigor, Sauerstoffentsättigung, Schüttelfrost, Transitorische ischämische Attacke, Verwirrtheit
Kontraindikationen
Keine absolute KI (Notfall); thrombotisches Risiko abwägen
Wechselwirkungen
Bindet auch Heparin/LMWH (Anti-Xa) → NICHT vor Heparin-Gabe (z.B. für OP-Antikoagulation) einsetzen
Wirkungsmechanismus
Rekombinantes, modifiziertes humanes Faktor-Xa-Decoy-Protein (enzymatisch inaktiv); bindet FXa-Inhibitoren → entzieht sie dem endogenen Faktor Xa → Gerinnung wiederhergestellt
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine spezifische Anpassung
Schwangerschaft & Stillzeit
Anwendung in der Schwangerschaft und bei nicht verhütenden Frauen im gebärfähigen Alter nicht empfohlen. Stillzeit: Übergang unbekannt, Risiko nicht auszuschließen → Stillen während der Behandlung unterbrechen.
Halbwertszeit
ca. 3,78–4,24 h
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Zuletzt aktualisiert: 08.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.