Ampicillin/Sulbactam
Unasyn®
Antibiotika – Penicilline
β-Lactam
Indikation
Pneumonie (ambulant erworben), HWI, intraabdominelle Infekte, Wundinfekte
Dosierung
3g 3-4xtgl
Nebenwirkungen
Häufig (2)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Durchfall, Mukokutane Candidose
Gelegentlich (9)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Anstieg von AST und/oder ALT, Erbrechen, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Magenverstimmung, Pruritus, Schwindel, Urtikaria, Übelkeit
Selten (4)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Erythema multiforme, Neutropenie, Reversible Leukopenie, Thrombozytopenie
Nicht bekannt (13)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Agranulozytose, Akute Pankreatitis, Allergische Vaskulitis, Anaphylaxie, Angioneurotisches Ödem, Antibiotika-assoziierte Kolitis, Aseptische Meningitis, Cholestatischer Ikterus, Hepatitis, Hämolytische Anämie, Kounis-Syndrom, Krampfanfälle, Übermäßiges Wachstum von unempfindlichen Organismen
Kontraindikationen
Penicillin-Allergie, infektiöse Mononukleose, lymphatischer Leukämie
Wechselwirkungen
Allopurinol (Exanthem↑); Methotrexat; orale Kontrazeptiva
Wirkungsmechanismus
Ampicillin: β-Lactam hemmt PBP → Zellwandsynthese↓. Sulbactam: β-Lactamase-Inhibitor + eigene Aktivität gegen Acinetobacter
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR 30–10: 3x 1,5g
GFR <10: 2x 1,5g
Schwangerschaft & Stillzeit
Begrenzte Humandaten ohne Hinweis auf schädliche Auswirkungen, im Tierversuch keine Teratogenität. Nur wenn unbedingt erforderlich (i.m.-Zubereitung mit Lidocain kontraindiziert). Stillzeit: geringer Milchübergang, Durchfall/Pilzinfektion/Sensibilisierung beim Säugling möglich — Nutzen-Risiko-Abwägung.
Halbwertszeit
Ampicillin: ca. 1 h
Sulbactam: ca. 1 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.